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München - Die Abseitsregel erhitzt Woche für Woche die Gemüter. In England sogar noch ein bisschen mehr als in der Bundesliga.

Deshalb hat die Premier League laut "Daily Mail" eine Modifizierung des komplexen Regelwerks beschlossen - diese gilt schon für die am Samstag startende Saison. Künftig werden in Englands Eliteliga Tore abgepfiffen, wenn ein in Abseitsposition stehender Mitspieler des Schützen aktiv ins Geschehen eingreifen will - selbst wenn er den Ball gar nicht berührt.

Bislang musste ein Spieler das Spielgerät zumindest touchieren, um sanktioniert zu werden.

Anpassung an die Bundesliga

Im offiziellen Regelwerk des englischen Fußball-Verbandes FA heißt es nun: "Ein Spieler in Abseitsposition wird bestraft, wenn er einen gegnerischen Spieler offensichtlich daran hindern will, den Ball zu erreichen."

Im Februar hatte Juan Mata ein Freistoßtor gegen Stoke City bejubeln dürfen, obwohl sein ManUnited-Kollege Marcos Rojo in Abseitsposition erfolglos versucht hatte, den Ball per Kopf zu erreichen. Ab jetzt dürfte der Schiri den Treffer nicht mehr anerkennen.

Mit der neuen Regel erhoffen sich die Briten eine Vereinfachung der Abseitspositionen. Denn nun haben die Profis keinen Anreiz mehr, im Abseits herumzulungern und gegnerische Spieler zu irritieren. Wer sich jedoch in Abseitsposition deutlich passiv verhält, wird nicht bestraft - also im Endeffekt genauso wie in der Bundesliga.

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