- Bildquelle: 2019 Getty Images © 2019 Getty Images

Straßburg - Enttäuschung im Elsass - Eintracht Frankfurt droht in der Europa League nach der ersten Saisonpleite das Aus. Die lange Zeit uninspirierten Hessen verloren das Playoff-Hinspiel bei Racing Straßburg mit 0:1 (0:1) und benötigen für ihr Minimalziel Gruppenphase in einer Woche eine Aufholjagd.

Vor 23.000 Zuschauern im Stade de la Meinau, darunter der künftige DFB-Präsident Fritz Keller, traf Lucien Zohi (33.) für den vor allem im ersten Durchgang überlegenen französischen Ligapokal-Gewinner. Die SGE hatte zuvor alle sechs Pflichtspiele, darunter vier in den Qualirunden der Europa League, gewonnen.

Eintracht nervös und eingeschüchtert

Aufgrund dieses einwandfreien Starts hätte die Eintracht eigentlich mit breiter Brust auftreten können - sie wirkte aber nervös und eingeschüchtert. Nicht zuletzt wegen der lautstarken Unterstützung seiner Fans dominierte Racing von Beginn an, immer wieder taten sich dabei im Frankfurter Abwehrverbund Lücken auf. So beispielsweise in der 12. Minute, als Dimitri Lienard ohne Gegenspieler auf SGE-Torhüter Kevin Trapp zustürmte, den Ball aber knapp neben das Tor setzte.

Auch in der Folge zeigten die Gastgeber, warum sie als einziges Team der Ligue 1 in der Vorsaison ohne Niederlage gegen die Millionentruppe von Paris St. Germain geblieben waren. Frankfurt versuchte zwar, dem schnellen und passsicheren Spiel der Straßburger mit teilweise harten Tacklings entgegenzutreten - der Rückstand nach einer halben Stunde war allerdings völlig verdient. 

Trapp platzt der Kragen

Als Ludovic Ajorque (38.) kurz danach zum Abschluss kam, platzte Trapp der Kragen. Der Keeper stauchte seine Vorderleute ob ihrer lethargischen Herangehensweise gestenreich zusammen. "Wir sind nicht so griffig, wie wir sein sollten", sagte auch Sportdirektor Bruno Hübner in der Pause bei Nitro.

30 Sekunden nach Wiederanpfiff besaß Daichi Kamada aus kurzer Distanz prompt die Chance zum Ausgleich, der Japaner hatte kurz danach (51.) erneut den erlösenden Treffer für die Gäste auf dem Fuß. Die Gäste belagerten nach einer Stunde immer mehr den gegnerischen Strafraum, es fehlte aber an Ideen. Auch eine aussichtsreiche Standardsituation, ausgeführt von Filip Kostic (72.), verpuffte ohne Gefahr.

Noch vor dem Anpfiff hatten einige Eintracht-Anhänger für Kopfschütteln gesorgt, als sie im Gästeblock Pyrotechnik abbrannten. Den Verein könnte das in Erklärungsnot bringen, da Frankfurt nach zahlreichen Verfehlungen bereits auf Bewährung spielt und nun schlimmstenfalls mit einem Zuschauerausschluss von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) bestraft werden könnte.

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