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Leverkusen - Auch dank eines Doppelpacks von Flügelflitzer Moussa Diaby ist das Achtelfinale der Europa League für Bayer Leverkusen zum Greifen nah. Die Werkself setzte sich im Spitzenspiel der Gruppe G gegen Verfolger Betis Sevilla mit 4:0 (1:0) durch und verschaffte sich an der Tabellenspitze einen Drei-Punkte-Puffer auf die Andalusier.

Mit einem Sieg gegen Celtic Glasgow (25. November) kann die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane die Runde der letzten 16 vorzeitig klarmachen. Diaby (42./52.) krönte seine starke Leistung vor 15.208 Zuschauern mit den beiden Treffern und stellte die Weichen auf Sieg, die weiteren Tore erzielten Florian Wirtz (86.) und Nadiem Amiri (90.).

Adli und Wirtz an vorderster Front

Der Tabellenerste geht durch die Verkleinerung des Teilnehmerfeldes in der Europa League den "Absteigern" der Champions League in der Zwischenrunde aus dem Weg und zieht direkt ins Achtelfinale ein.

"Wir konzentrieren uns auf unsere Leistungen und rechnen nicht. Natürlich ist es unser Ziel, die Tabellenspitze zu verteidigen. Wir haben die letzten Partien analysiert und Ansätze gefunden, unseren Auftritt zu verbessern", hatte Seoane nach zuletzt fünf Pflichtspielen ohne Sieg vor dem Spiel gesagt.

Der Schweizer ließ den angeschlagenen Mittelstürmer Lucas Alario zunächst auf der Bank, als Spitzen bot er notgedrungen den 21 Jahre alten Amine Adli und Jungstar Wirtz auf. In Patrick Schick (Bänderriss im Sprunggelenk) fehlt der zweite etatmäßige Mittelstürmer langfristig.

Diaby exzellent per Direktabnahme zur verdienten Führung

In einer ansehnlichen Anfangsphase setzte Leverkusen deutlich mehr offensive Akzente. Nach dem ersten harmlosen Abschluss von Borja Iglesias, den Bayer-Kapitän Lukas Hradecky sicher festhielt, hatten die Gastgeber einige Möglichkeiten. Erst schloss Wirtz zu zentral ab (8.), dann hatte Betis-Keeper Rui Silva keine Probleme mit einem Schuss von Diaby (13.), den Wirtz schön in Szene gesetzt hatte.

Die Führung verhinderte der Ex-Dortmunder Marc Bartra mit einer Rettungsaktion kurz vor der Torlinie, nachdem Adli schon an Silva vorbeigezirkelt hatte (20.). Wenige Augenblicke später wurde das vermeintliche 1:0 in einer Drangphase wegen einer Abseitsstellung von Jeremie Frimpong durch den VAR zurückgenommen (24.). Nach Nabil Fekirs strammen Schuss hatte Bayer Glück, dass Hradecky bei seiner Abwehr nicht der Ball ins Netz rutschte (36.). 

Vor der Pause dann die Erlösung: Nach einem schnellen Konter fand der sehr auffällige Wirtz mit einer kurzen Flanke Diaby, der exzellent per Direktabnahme zur verdienten Führung einschoss.

Doppelter Platzverweis in der Nachspielzeit

Den Schwung nahm Bayer mit in die zweite Halbzeit. Diaby wuchtete seinen Fernschuss kurz nach dem Seitenwechsel in die Maschen und hatte in der Folge weitere gute Szenen. Ein enttäuschendes Betis hatte Leverkusen noch einen Lattentreffer von Fekir entgegenzusetzen, dann schlugen Wirtz und Amiri zu.

In der Nachspielzeit sahen Fekir (90.+3) und Kerem Demirbay (90.+4) nach einer Rangelei jeweils die Rote Karte.

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