Markus Babbel nimmt Kai Havertz in Schutz - Bildquelle: gettyMarkus Babbel nimmt Kai Havertz in Schutz © getty

München - Trotz Feldüberlegenheit kassierte die DFB-Auswahl eine 0:1-Auftaktniederlage gegen Weltmeister Frankreich. Im ran EM Frühstück powered bei JACKONE ziehen Moderator Max Zielke und ran-EM-Experte Markus Babbel Bilanz. Dabei spricht der Europameister von 1996 über...

... die Leistung der DFB-Auswahl: "Ganz ehrlich, ich habe ein gutes Spiel gesehen. Es ist viel Qualität aufeinander geprallt, die Deutschen haben kein schlechtes Spiel gemacht und hatten 60 Prozent Ballbesitz. Mir hat die Überzeugung gefehlt, davon hatte Frankreich mehr. Aber wir haben es geschafft, teilweise zu dominieren."

Babbel über Hummels: "Kein grober Fehler"

... das Eigentor von Mats Hummels: "Das ist das Schicksal eines Innenverteidigers, er war das letzte Glied in der Kette. Das muss man aber vorher verteidigen. Wenn er nicht hingeht, steht hinter ihm Benzema, der das Ding reinmacht. Es war kein grober Fehler von Hummels. Ihn zeichnet aus, dass er danach weitermacht."

... die Position von Joshua Kimmich: "Im Nachhinein ist man immer schlauer. Wir haben einfach ein Problem auf der rechten Seite. Habe mir erhofft, dass Kimmich mehr Ballkontakte hat. Vielleicht wäre er im Zentrum besser gewesen, ich habe ihn aber vor dem Spiel auch als beste Lösung auf der rechten Seite gesehen. Ich mache Joachim Löw da keinen Vorwurf."

... die deutsche Offensive: "Die Flankenqualität war nicht so gut, da ist auch egal, wie groß unsere Stürmer sind. Ich habe mir von den Einwechslungen wesentlich mehr erhofft, sie haben nicht die Power mitbringen können. Da müssen wir uns verbessern, es waren viele unglückliche Aktionen dabei."

Babbel nimmt Havertz in Schutz

... die Leistung von Kai Havertz: "Die Kritik an seiner Körpersprache nervt mich. Leider konnte er den Flow aus dem Champions-League-Finale nicht mitnehmen. Er hat gewirkt, als hätte er großen Respekt vor den Namen. Es ist aber sein erstes großes Turnier, Aufregung und Nervosität sind nachvollziehbar. Er hat ein unglaubliches Potenzial und seine Eleganz sucht ihresgleichen. Ich schaue ihm sehr gerne zu. Er ist ein junger Kerl, der einen Lernprozess durchlebt."

 

... den Spielstil der Franzosen: "Wir müssen die Kirche im Dorf lassen, die haben sich mit zehn Weltmeistern 20 Meter vor dem Tor positioniert. Dann musst du eben die zwei, drei Möglichkeiten nutzen, die du bekommst. Das muss Deutschland im nächsten Spiel besser machen.

... den kommenden Gegner: "Portugal hat sich gegen tiefstehende Ungarn extrem schwer getan. Zwischenzeitlich hatte man das Gefühl, das Spiel könnte noch kippen, aber dann hat Portugal spät zugeschlagen. Wenn Deutschland wieder so spielt wie gegen Frankreich, kann ich mir gut vorstellen, dass Portugal Probleme bekommt."

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