Oliver Bierhoff verneint Hummels-Comeback in diesem Jahr - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDOliver Bierhoff verneint Hummels-Comeback in diesem Jahr © PIXATHLONPIXATHLONSID

Berlin - Ein Comeback von 2014er-Weltmeister Mats Hummels in der von Verletzungen gebeutelten deutschen Nationalmannschaft ist zumindest zum Jahresabschluss kein Thema. "Jogi hat es ja auch schon gesagt, dass es jetzt zumindest im November nicht zur Diskussion steht", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff am Montag in Berlin.

Die DFB-Auswahl trifft zum Ende der EM-Qualifikation am 16. November in Mönchengladbach auf Weißrussland und drei Tage später in Frankfurt auf Nordirland (beide 20.45 Uhr/RTL). Abwehrchef Niklas Süle von Bayern München wird wegen seines Kreuzbandrisses fehlen.

Weil weitere Innenverteidiger verletzt sind oder waren, diskutierte Fußball-Deutschland zuletzt vehement über eine mögliche Rückkehr des im März wie Thomas Müller und Jerome Boateng von Bundestrainer Joachim Löw aussortierten Dortmunders Hummels.

"Immer noch ein netter Kontakt"

Bierhoff (51), der die Tür für den früheren Münchner zuletzt einen Spalt breit geöffnet hatte, verwies in der Personalie auf das EM-Jahr 2020. Nach dem Jahresabschluss habe Löw "drei, vier Monate Zeit, sich genauer darüber Gedanken zu machen, wie man sich seine EM-Mannschaft vorstellt. Im Fußball ist immer alles möglich", sagte er. Zuletzt habe er mit Hummels gesprochen, als die DFB-Auswahl im Oktober in Dortmund trainiert und gespielt (2:2 gegen Argentinien) hatte, ergänzte Bierhoff: "Es war ein netter Kontakt, den man ja auch immer noch hat."

Gegen Weißrussland und Nordirland erwartet der Europameister von 1996 "den einen oder anderen Spieler zurück", der zuletzt ausgefallen war. Daher gebe es derzeit "keinen Grund zur Panik", Süles Ausfall sei allerdings "ein herber Rückschlag. Bei den vielen Verletzten kann man ja eigentlich kaum noch planen".

Rückkehr in die Weltspitze langfristig angelegt

Die Rückkehr des deutschen Fußballs in die absolute Weltspitze ist für Bierhoff im sportlichen und strukturellen Bereich ein langfristig angelegter Prozess. "Wir sind immer noch auf einem hohen Niveau. Wir haben aber ein bisschen die letzten Prozente zur Weltspitze verloren. Dahin wollen wir mit unseren Mannschaften wieder zurückkommen", sagte Bierhoff: "Wir müssen an vielen Punkten ansetzen."

Die gute Zusammenarbeit mit der Liga und den Profivereinen mache ihm "Hoffnung, dass wir das in zehn Jahren auch stemmen werden." Man wolle so schnell wie möglich wieder nach ganz oben kommen. "Wir machen natürlich auch Dinge, die uns kurzfristig helfen", sagte Bierhoff.

Die DFB-Akademie ist ein zentraler Baustein in den Planungen des 51-Jährigen. "Wir sind im Aufbruch. Wir haben erkannt, dass wir im Fußball etwas tun müssen, auch als DFB. Wir müssen im deutschen Fußball den nächsten Schritt gehen, die Akademie ist davon ein wichtiger Bestandteil", sagte er.

Wichtig in der Ausbildung sei der Praxisbezug. "Alles, was wir tun, muss unsere Trainer und Spieler besser machen. Wir haben klare Ziele vorgegeben, wollen vor allem auch ehemalige Profis in den Sportdirektor- und Trainerbereich sinnvoll einbauen", sagte Bierhoff.

Du willst die wichtigsten Fußball-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Notifications für Live-Events. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.

News-Ticker

Video-Tipps

Aktuelle Galerien