Ilkay Gündogan und Emre Can stellen Instagram-Missverständnis klar. - Bildquelle: 2019 imagoIlkay Gündogan und Emre Can stellen Instagram-Missverständnis klar. © 2019 imago

Tallinn - Bundestrainer Joachim Löw hat die Nationalspieler Ilkay Gündogan und Emre Can nach ihren Instagram-Likes eines umstrittenen Jubelbildes der türkischen Nationalmannschaft verteidigt.

"Wer die beiden Spieler kennt, der weiß, dass sie gegen Terror und Krieg sind. Beide haben klar geäußert, dass es kein politisches Statement war", sagte Löw nach dem 3:0 (0:0)-Pflichtsieg in der EM-Qualifikation in Estland und ergänzte: "Damit ist es für mich auch gut."

Gündogan und Can hatten mit ihren Likes gerade in den Sozialen Netzwerken für Wirbel gesorgt. Beim 1:0 am Freitag gegen Albanien hatten mehrere türkische Nationalspieler nach dem Siegtreffer durch Cenk Tosun in Richtung Ehrentribüne salutiert. Hintergrund ist die am Mittwochabend gestartete Offensive der Türkei gegen die syrische Kurdenmiliz in Nordsyrien.

"Beide Spieler wollten dem Torschützen gratulieren", sagte Löw und fügte mit Blick auf Doppel-Torschütze Gündogan an: "Das beste Statement hat Ilkay auf dem Platz gegeben. Er hat die Mannschaft aus dem Mittelfeld hervorragend geführt." 

"Kein politisches Statement"

Gündogan und Can stellten sich nach dem Spiel den Fragen der Journalisten, um das Missverständnis endgültig aufzuklären. Can, der in Tallinn nach einer Notbremse die rote Karte gesehen hatte, beteuerte, "gegen jegliche Art von Krieg" zu sein. "Ich bete jeden Tag dafür, dass auf der ganzen Welt Frieden herrscht", sagte er bei "RTL".

Ausführlicher äußerte sich Doppel-Torschütze Gündogan. "Ich dachte, ich like ein Foto von einem Freund von mir, der ein Tor schießt und seine Mannschaft zum Sieg führt", so der Spielmacher von Manchester City, der in England einige Zeit mit dem Torschützen, Cenk Tosun, zusammengewohnt hatte.

"Das Bild haben viele andere geliket. Dass ausgerechnet wir zwei rausgepickt werden, ist schade. Es sollte kein politisches Statement sein. Emre und ich stehen gegen jegliche Art von Krieg und Terror. Krass, was heutzutage für Geschichten geschrieben werden", so Gündogan weiter. 

Uefa prüft Salut-Jubel

Der Türkei könnte für den Salut-Jubel noch Ärger drohen. So kündigte die Uefa mögliche Konsequenzen an, sollte sich der Verdacht einer politisch motivierten Geste erhärten. Gemäß Uefa-Regularien sind politische Äußerungen auf dem Fußballplatz strikt verboten.

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