Gerechteres Gehalt für die "Matildas" - Bildquelle: AFPSIDSAEED KHANGerechteres Gehalt für die "Matildas" © AFPSIDSAEED KHAN

Sydney - Die australischen Fußballerinnen haben im Kampf um gerechtere Bezahlung einen historischen Durchbruch erzielt. Die "Matildas" erhalten künftig die gleichen Bezüge wie die "Socceroos". Das gab der nationale Verband FFA am Mittwoch bekannt. Neben der angeglichenen Bezahlung bekommen die Frauen weitere Annehmlichkeiten der männlichen Nationalspieler, etwa Business-Class-Flüge zu internationalen Spielen und Turnieren.

"Davon haben wir immer geträumt", sagte die frühere Potsdamerin Elise Kellond-Knight und lobte den "Respekt", der den Nationalspielerinnen durch den Deal zuteil würde. "Fußball ist ein Spiel für alle", sagte der FFA-Vorsitzende Chris Nikou, der das neue Abkommen als "großen Schritt" bezeichnete. 

Vertrag über vier Jahre

Der vereinbarte Kontrakt läuft vorerst für vier Jahre. Die Frauen- und Männerteams erhalten jeweils 24 Prozent der durch die Nationalmannschaften erzielten Einnahmen. Der Wert steigt jährlich um ein Prozent. 

Das australische Modell dürfte auch den US-Frauen in ihrem Bemühen um Gleichberechtigung Rückenwind geben. Die Weltmeisterinnen um Superstar Megan Rapinoe haben eine Sammelklage gegen den eigenen Verband eingereicht, die im Mai 2020 verhandelt werden soll.

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