München - Der Abgang von Lionel Messi beim FC Barcelona bekommt anscheinend ein neues Kapitel. Die spanische Zeitung "El Mundo" hat nun enthüllt, warum eine Verlängerung des Argentiniers bei den Katalanen gescheitert sein soll.

Demnach soll sich er damalige Barca-Präsident Josep Bartomeu bereits im Juli 2020 mit einer ersten Mail an Messis Vater gewandt haben. Trotz der Corona-Pandemie wollte der Verein den Vertrag von "La Pulga" ein weiteres Jahr verlängern.

Im Kontrakt verankert werden sollte dabei eine Option, die vorsah, dass sich Messi bis zum 30. April eines jeden Jahres melden müsste, sollte er den Verein verlassen wollen. Andernfalls sollte sich der Vertrag automatisch um eine weitere Saison verlängern.

Lionel Messi: Elf Bedingungen für Barca-Verbleib

Daraufhin habe die Seite des siebenmaligen Ballon d'Or-Gewinners insgesamt elf Bedingungen für einen Verbleib in Barcelona gestellt.

Für seine Unterschrift verlangte Messi angeblich eine Prämie von zehn Millionen Euro. Zudem soll er drei Prozent Zinsen auf die Rückzahlung der während der Corona-Pandemie gekürzten Gehälter gefordert haben. Auch eine Gehaltserhöhung, bei steigenden Steuern in Spanien, soll eine Forderung gewesen sein.

Doch damit nicht genug: Der Linksfuß soll weiter gefordert haben, dass seine Ausstiegsklausel von 700 Millionen Euro auf "symbolische" 10.000 Euro gesenkt wird.

Zudem wünschte er sich offenbar eine Loge im Camp Nou (zusammen mit der Familie von Luis Suarez) sowie einen Privatflug während der Weihnachtszeit nach Argentinien und eine Vertragsverlängerung seiner "rechten Hand", Pepe Costa.

FC Barcelona: Erst Zustimmung, dann Kehrtwende

Zuerst soll der Klub zehn der elf Bedingungen zugestimmt haben. Im Zuge der Pandemie sagte die Messi-Seite einer Gehaltskürzung von 30 Prozent zu.

Ein paar Tage später soll sich Bartomeu dann geweigert haben, die Forderungen der Unterschriftsprämie und der Senkung der Ausstiegsklausel zu akzeptieren. Zusätzlich sollen die Katalanen jede Art von Gehaltserhöhung auf Eis gelegt haben. Dies sollte erst wieder Teil der Verhandlungen werden, wenn der Klub Einnahmen von 1,1 Milliarden Euro aufweisen konnte.

Dieses Vorgehen verstimmte Messi und seine Vertrauten und führte schließlich dazu, dass der Argentinier eine schriftliche Transferanfrage einreichte. Später blieb der Fanliebling doch. Ein Jahr später wechselte er jedoch ablösefrei zu Paris Saint-Germain.

Barca reagiert auf Zeitungsbericht

Tags darauf hat der Klub in einem offiziellen Statement auf seiner Website auf den Bericht reagiert. Dort heißt es: "Der FC Barcelona bringt seine Empörung über das vorsätzliche Durchsickern von Informationen zum Ausdruck, die Teil eines Gerichtsverfahrens sind."

Weiter schreiben die Katalanen: "Der fragliche Artikel macht Dokumente öffentlich, die nichts mit dem laufenden Verfahren zu tun haben und deren Verwendung eine Verletzung des Ansehens und der Vertraulichkeit des Clubs darstellt." Das Verfahren, das gemeint ist, bezieht sich auf die Gehaltskürzungen im Zuge der Corona-Krise.

Auch juristische Schritte gegen die Zeitung sowie deren Herausbringer droht der Verein an. "Aus diesem Grund und mit dem Ziel, die Rechte des FC Barcelona zu schützen, untersucht die Rechtsabteilung des Clubs die rechtlichen Maßnahmen, die ergriffen werden müssen."

Allerdings, und das dürfte die Echtheit der Forderungen bestätigen, wird die Richtigkeit des Inhalts des Berichts mit keinem Wort dementiert. Es ist also davon auszugehen, dass die Forderungen Messis tatsächlich so gestellt wurden.

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