Nagelsmann lässt sich von Fans nicht verunsichern - Bildquelle: AFPSIDCHRISTOF STACHENagelsmann lässt sich von Fans nicht verunsichern © AFPSIDCHRISTOF STACHE

München - Trainer Julian Nagelsmann hat mit großer Gelassenheit auf die Beleidigungen durch wenige Fans bei seiner Heimspiel-Premiere für Bayern München reagiert.

"Ich stehe für Toleranz und Offenheit und lasse jeden nach seinem Gusto leben. Es muss nicht jeder Applaus klatschen, dass ich beim Stadtrivalen war", sagte Nagelsmann nach dem 2:2 (1:1) gegen Ajax Amsterdam.

Anfeindungen von etwa 20 Fans

Eine Gruppe von höchstens 20 Anhängern in der Südkurve hinter dem Fanklub-Banner "Munich's Red Pride" und einem Löwen von 1860 München im Fadenkreuz rief mehrfach laut: "Nagelsmann, du Sau, zurück zum TSV!"

Der ehemalige Leipziger war als Spieler (2002 bis 2007) und Jugendtrainer (2008 bis 2010) bei Sechzig, gilt aber als Bayern-Fan.

Nagelsmann: Bin kein Freund von Rivalitäten

"Ich habe das mitbekommen, so voll war es ja nicht", sagte Nagelsmann über die Rufe in der mit 8500 Zuschauern pandemiebedingt nur spärlich gefüllten Arena: "Ich kenne die Rivalitäten in der Stadt und im Fußball, aber ich bin kein großer Freund von Rivalitäten."

Jeder dürfe rufen, was er wolle, ergänzte der 34-Jährige und betonte: "Wie man sich äußert, muss jeder mit seinem Gewissen ausmachen. Du kannst nicht jeden glücklich machen. Gewisse Dinge musst du einfach abkönnen." 

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