Nabil Fekir ist überraschend von Olympique Lyon zu Betis Sevilla gewechselt ... - Bildquelle: imago images / MB Media SolutionsNabil Fekir ist überraschend von Olympique Lyon zu Betis Sevilla gewechselt - übrigens genauso wie sein Bruder. © imago images / MB Media Solutions

München/Sevilla - Am Montag hatte sich Lyon-Star Nabil Fekir auf den Weg nach Sevilla gemacht. Dort unterschrieb der 26-jährige Stürmer nach bestandenem Medizincheck einen Vertrag über vier Jahre. Damit kehrt er Olympique also nun doch den Rücken, nachdem in den vergangenen Transferperioden deutlich namhaftere Klubs mit dem Franzosen in Verbindung gebracht worden waren.

Und das für eine Ablöse, die nach Klubangaben 19,75 Millionen Euro beträgt. Plus zehn Millionen Euro an möglichen Bonus-Zahlungen. Plus eine Beteiligung an einem Weiterverkauf über 20 Prozent.

Bei den aktuellen Summen, die für weniger namhafte Spieler auf dem Transfermarkt gehandelt werden - wie beispielsweise Hoffenheims Joelinton, der für über 50 Millionen Euro zu Newcastle wechseln soll - scheint der Fekir-Deal für Betis fast schon ein Schnäppchen zu sein.

Immerhin bekommt der Zehnte der vergangenen La-Liga-Saison ja einen Weltmeister.

Angebote wohl auch aus der Serie A und China

Auch der AC Mailand und die SSC Neapel haben laut "L'Equipe" in den vergangenen Tagen Druck gemacht und wollten den 26-Jährigen nach Italien holen. Diese Versuche blieben jedoch erfolglos. Selbst der FC Arsenal soll zeitweise überlegt haben, Fekir als möglichen Özil-Nachfolger zu verpflichten. Und auch aus China soll Interesse signalisiert worden sein. Nicht umsonst wird der Marktwert des Franzosen derzeit auf 60 Millionen Euro geschätzt.

Trotzdem landet Fekir nun bei Betis Sevilla. Für eine Summe, die zwischen 20 und 30 Millionen Euro liegt. Weil sein Vertrag nächste Saison ausläuft.

Und weil Blut dicker ist als Geldbündel?

Transfer von Bruder Yassin offenbar Voraussetzung für Deal

Denn Betis Sevilla erklärt sich obendrein bereit, auch Fekirs jüngeren Bruder Yassin, ebenfalls Offensivspieler, aus Lyon auszulösen und unter Vertrag zu nehmen. Genau das soll die Bedingung von Vater Fekir gewesen sein, der für seine Söhne als Berater fungiert. Schon beim Ligue-1-Klub waren die Brüder seit Yassins Wechsel 2015 vereint - der Youngster gehörte seitdem allerdings nur zum B-Kader.

Die Andalusier bekommen den jüngeren Fekir offenbar für lau, lediglich bei einem Weiterverkauf müsste Lyon zu 50 Prozent beteiligt werden. Ganze 21 Minuten war der 22-Jährige in der vergangenen Saison auf drei Wettbewerbe verteilt im Einsatz.

Betis plant wohl Leih-Deal für Yassin Fekir

Ob Milan und/oder Neapel auch bereit gewesen wären, die Fekirs im Duo zu holen? Unklar. Es könnte jedoch ein Grund dafür gewesen sein, warum die beiden Italien-Klubs im Werben um Nabil offenbar keine Chance gehabt haben.

Wie die spanische "AS" berichtet, plant Betis, den jüngeren der beiden Fekirs direkt wieder zu verleihen. Er soll wohl in der Segunda Division Erfahrung sammeln.

Trotzdem scheint sich der Wunsch von Papa Fekir zu erfüllen: Beide Söhne würden bei dem gleichen spanischen Verein fix unter Vertrag stehen.

Und mehr will er ja offenbar gar nicht.

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