Heung-Min Son spricht über Rassismusvorfälle - Bildquelle: AFP/SID/JUNG YEON-JEHeung-Min Son spricht über Rassismusvorfälle © AFP/SID/JUNG YEON-JE

London - Der südkoreanische Topstürmer Heung-Min Son hat sich erstmals öffentlich zu Rassismusvorfällen geäußert, mit denen er in Deutschland konfrontiert war.

"Ich hatte viel mit Rassismus zu kämpfen", sagte der Angreifer des englischen Fußball-Erstligisten Tottenham Hotspur in Seoul: "Während dieser schwierigen Zeit dachte ich viel darüber nach, dass ich mich eines Tages rächen wollte."

Rache habe er schließlich beim 2:0-Gruppensieg gegen die deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2018 in Russland geübt - dem "denkwürdigsten Moment seiner Karriere". Der WM-Titelverteidiger um Weltmeistertrainer Joachim Löw musste daraufhin frühzeitig die Heimreise nach nur drei Spielen antreten.

Son kämpft auch in England mit Rassismus

Der 29-jährige Son, der in der Bundesliga für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen auflief, sagte, dass er nach seinem Treffer in der Nachspielzeit wenig Mitgefühl mit dem Gegner und den enttäuschten deutschen Fans gehabt habe. 

"Wenn Menschen weinen, möchte ich sie normalerweise trösten und in den Arm nehmen", so Son. Dieses Gefühl habe er nach dem Sieg gegen das DFB-Team nicht gehabt.

Auch in England hat der Spurs-Stürmer, der in dieser Saison als erster asiatischer Fußballer mit 23 Treffern die Torjägerkrone in der Premier League errang, seit seinem Wechsel 2015 immer wieder mit Rassismus zu kämpfen. So wurden im vergangenen Jahr acht Verdächtige festgenommen, die den Südkoreaner auf Twitter rassistisch beleidigt haben sollen.

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