Jerome Boateng unterschrieb erst kürzlich einen Zweijahresvertrag bei Olympi... - Bildquelle: imago images/DeFodiJerome Boateng unterschrieb erst kürzlich einen Zweijahresvertrag bei Olympique Lyon. © imago images/DeFodi

München - Im Prozess wegen Körperverletzung und Beleidigung gegen den Weltmeister Jerome Boateng hat das Münchner Amtsgericht am Donnerstag sein Urteil gefällt.

Der 33-Jährige, der erst kürzlich einen Zweijahresvertrag beim französischen Topklub Olympique Lyon unterschrieb, wurde der vorsätzlichen Körperverletzung und Beleidigung schuldig gesprochen. Die Geldstrafe für den Abwehrspieler beläuft sich auf 1,8 Millionen Euro.

Anklage: Ex-Freundin geschlagen und geboxt

Boateng war angeklagt, seine Ex-Freundin während eines gemeinsamen Urlaubs auf den Turks- und Caicosinseln in der Karibik geschlagen und geboxt zu haben. Zudem lauteten die Vorwürfe darauf, dass Boateng seine früheren Partnerin in den Kopf gebissen habe und sie auf den Boden schleuderte sowie heftig beleidigte.

Außerdem habe Boateng laut Anklage eine Glaslaterne und eine Kühltasche auf seine Ex-Freundin geworfen, mit der er zehn Jahre alte Zwillingstöchter hat.

Staatsanwältin: Boateng und Ex-Freundin sind "Opfer ihrer toxischen Beziehung"

Boateng bestritt hingegen sämtliche Vorwürfe und schilderte das Geschehen komplett anders. Demnach habe Boatengs ehemalige Freundin aggressives Verhalten an den Tag gelegt und ihm während des darauffolgenden Streits an der Lippe verletzt sowie auf den Fußballstar eingeschlagen. 

Nach ihrem Plädoyer, in dem Staatsanwältin Stefanie Eckert sowohl Boateng als auch dessen Ex-Freundin als "Opfer ihrer toxischen Beziehung" bezeichnete, forderte sie eine Strafe von anderthalb Jahren auf Bewährung für den Ex-Bayern-Profi.

Du willst die wichtigsten Fußball-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.

News-Ticker

Video-Tipps

Aktuelle Galerien