Der Senegalese Idrissa Gueye weigerte sich zuletzt, für PSG in einem Trikot ... - Bildquelle: imago/twitter@PSG_EnglishDer Senegalese Idrissa Gueye weigerte sich zuletzt, für PSG in einem Trikot in Regenbogen-Farben zu spielen © imago/twitter@PSG_English

München - Als Paris St. Germain zuletzt in der Ligue 1 einen 4:0-Kantersieg in Montpellier einfuhr, fehlte ein Star im Kader: Idrissa Gueye. 

Der 32-jährige Senegalese soll sich Medienberichten zufolge geweigert haben, in Montpellier auf dem Platz zu stehen. Der Grund: Die Gäste aus der Hauptstadt setzten mit ihren Trikots in Regenbogenfarben ein Zeichen gegen Homophobie.

Daran wollte Gueye als gläubiger Moslem aber den Berichten zufolge nicht mitwirken und weigerte sich daher wohl, in den Regenbogen-Farben, die für die LGBT-Bewegung stehen, aufzulaufen. Gueye selbst äußerte sich bislang nicht öffentlich über die Gründe für sein Fehlen im Kader in Montpellier.

Nach Unterstützung für Gueye: Fans sauer auf Kouyate und Sarr

Unterstützung für diese von vielen Seiten kritisierte Entscheidung Gueyes, vermeintlich nicht in Regenbogenfarben auflaufen zu wollen, erhielt der Fußballstar hingegen von seinen Landsleuten Cheikhou Kouyate (Crystal Palace) und Ismaila Sarr (Watford). Beide unterstützten Gueye und dessen vermeintliche Haltung gegen Homosexualität, bezeichneten den PSG-Star in ihren Social-Media-Posts als "echten Mann". 

Diese öffentliche Unterstützung wird den beiden England-Profis nun möglicherweise selbst zum Verhängnis, viele Fans sind sauer auf das senegalesische Duo. Einige Anhänger von Crystal Palace bzw. Watford fordern nun Konsequenzen für die beiden Gueye-Unterstützer Kouyate und Sarr. "Gebt einem der Jugendspieler seinen Platz im Kader", riet etwa ein Twitter-User den Verantwortlichen von Crystal Palace im Bezug auf das vermeintliche Fehlverhalten von Kouyate.

17 Jahre alter Blackpool-Profi Daniels outete sich kürzlich

Ein anderer Twitter-User meinte: "Kouyate muss einiges erklären. Vielleicht hat er das Gefühl, nichts falsch gemacht zu haben. Wenn seine Aussagen so sind, wie sie scheinen, und er zu ihnen steht, dann wäre ich sehr enttäuscht, ihn wieder ein Palace-Hemd tragen zu sehen." Crystal-Palace-Coach Patrick Vieira kündigte ein Gespräch mit Kouyate an und erklärte: "Wir sind gegen jede Form von Diskriminierung." 

Erst kürzlich outete sich der englische Zweitliga-Spieler Jake Daniels von Blackpool. "Ich habe mein Leben lang gewusst, dass ich schwul bin", schrieb der 17-Jährige in seinem öffentlichen Coming-Out auf der Homepage Blackpools, "jetzt habe ich das Gefühl, dass ich bereit für mein Coming-Out bin - und dafür, ich selbst zu sein."

"Ich danke dir für deinen Mut, Jake", schrieb der britische Premierminister Boris Johnson nach dem Coming-Out von Daniels: "Du wirst für viele eine Inspiration sein - sowohl auf als auch abseits des Spielfelds."

Diesen mutigen Schritt haben nun natürlich auch zahlreiche Fans nach dem Verhalten von Gueye, Sarr und Kouyate nochmal hervorgehoben. "Ismaila Sarr beweist, warum Leute wie Jake Daniels sich im Fußball outen müssen", meinte ein Social-Media-Nutzer.

Du willst die wichtigsten Fußball-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.

News-Ticker

Video-Tipps

Aktuelle Galerien