Marega wurde von gegnerischen Fans rassistisch beleidigt - Bildquelle: AFPSIDMIGUEL RIOPAMarega wurde von gegnerischen Fans rassistisch beleidigt © AFPSIDMIGUEL RIOPA

Köln - Ein Rassismus-Eklat hat am Sonntagabend das portugiesische Erstliga-Duell zwischen Vitoria Guimaraes und dem FC Porto überschattet. Der malische Porto-Stürmer Moussa Marega verließ rund zehn Minuten nach seinem Siegtreffer zum 2:1-Endstand (60.) das Spielfeld, weil er rassistische Beleidigungen durch Zuschauer ertragen musste und mit Sitzschalen beworfen wurde.

Bei seinem Torjubel hatte der 28-Jährige zunächst auf seinen Unterarm gedeutet, wohl um auf seine Hautfarbe zu zeigen, und wurde vom Schiedsrichter verwarnt. Teamkollegen, Gegenspieler und der eigene Coach versuchten in der Folge, Marega am Verlassen des Feldes zu hindern. Doch der Nationalspieler Malis, der in der Saison 2016/17 für Guimaraes spielte, ging vom Platz und wurde bei Bayer Leverkusens Europa-League-Gegner in der 72. Minute durch Wilson Manafa ersetzt.

Der in Frankreich geborene Marega schimpfte anschließend in einem wütenden Instagram-Post über die "Idioten, die ins Stadion kommen, um rassistische Parolen zu schreien", "bedankte" sich aber auch bei den Unparteiischen, "dass sie mich nicht verteidigt haben und mir eine Gelbe Karte gegeben haben, weil ich meine Hautfarbe verteidige".

Porto-Trainer Sergio Conceicao erklärte nach dem Spiel, Marega sei schon seit dem Aufwärmen beleidigt worden. "Wir sind völlig empört über das, was passiert ist. Wir sind eine Familie, unabhängig von Nationalität und Hautfarbe. Wir sind Menschen, wir verdienen Respekt", sagte der 45-Jährige.

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