Untersuchungen rund um die Tragödie gehen weiter - Bildquelle: AFP/SID/JUNI KRISWANTOUntersuchungen rund um die Tragödie gehen weiter © AFP/SID/JUNI KRISWANTO

Jakarta (SID) - Die Zahl der Toten als Folge der Stadionkatastrophe am Samstag in Indonesien hat sich auf 131 erhöht. Sechs weitere Menschen sind ihren Verletzungen erlegen, sagte der Leiter der Gesundheitsbehörde von Malang (Provinz Ostjava) am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

In der Zwischenzeit gehen die Untersuchungen rund um die Tragödie weiter. Nach der Entlassung des örtlichen Polizeichefs wurden neun weitere Beamte suspendiert, gegen 19 andere wird ermittelt. Die suspendierten Polizisten gehören einer Spezialeinheit an, die für ihr hartes Vorgehen bekannt ist.

Nach ersten Erkenntnissen der Behörden seien 4000 Eintrittskarten mehr verkauft worden als erlaubt waren. Zudem gibt es Augenzeugenberichte, wonach Fluchtwege durch verschlossene Tore versperrt waren. Außerdem steht der massive Einsatz von Tränengas in der Kritik, der zu einer Massenpanik geführt hat.

Zu der Tragödie war es am Samstag nach dem Ligaspiel zwischen Arema FC und Persebaya FC (2:3) im mit 42.000 Zuschauern ausverkauften Kanjuruhan-Stadion gekommen. Als Folge von Ausschreitungen kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen in und um die Arena. Unter den Toten befinden sich mindestens 32 Kinder.

Der Spielbetrieb in der Liga ist für vorerst eine Woche unterbrochen. Es wird damit gerechnet, dass das Programm erst nach dem Abschluss der Untersuchungen einer Task Force frühestens in zwei Wochen wieder aufgenommen wird.

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