Mesut Özil (r.) absolvierte unter Löw 92 Länderspiele - Bildquelle: FIROFIROSIDMesut Özil (r.) absolvierte unter Löw 92 Länderspiele © FIROFIROSID

Herzogenaurach - Joachim Löw möchte nach dem Ende seiner 15-jährigen Amtszeit als Bundestrainer eine noch nicht verheilte Wunde schließen. Der Rücktritt von Mesut Özil nach dem WM-Desaster 2018 ohne vorherige Rücksprache sei "eine große menschliche Enttäuschung" für ihn gewesen, sagte Löw und kündigte ein klärendes Gespräch mit dem 32-Jährigen an.

"Es wird die Zeit kommen, wo wir uns wieder mal unterhalten oder treffen werden. Irgendwann wird der Tag kommen, wo wir uns aussprechen und alles beiseite legen werden. Diese Erinnerungen werden dann auch für uns positiv sein", sagte Löw am Mittwoch.

Özil lehnte Treffen mit DFB-Spitze ab

Rio-Weltmeister Özil war zermürbt von der Foto-Affäre und rassistischen Anfeindungen nach 92 Länderspielen mit 23 Toren zurückgetreten. Özil sei "ein unglaublich wichtiger und großartiger Spieler" gewesen, sagte Löw, der einstige Spielmacher habe "seine großartigen Fähigkeiten" in zahllosen Spielen gezeigt "und die Fans mitgerissen".

Nach seinem Abschied hatte Özil schwere Vorwürfe auch gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) erhoben. Ein Treffen mit Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff im Herbst 2018 in London lehnte er ab. Im vergangenen Februar hatte der damalige DFB-Präsident Fritz Keller per Brief einen Annäherungsversuch unternommen, der von Özil wohlwollend aufgenommen worden war.

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