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Köln - Sandro Wagner hat nach seiner Nicht-Nominierung für die WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) das Kapitel Fußball-Nationalmannschaft für beendet erklärt - und das Trainerteam um Bundestrainer Joachim Löw ins Visier genommen. "Ich trete hiermit sofort aus der Nationalmannschaft zurück", sagte der Stürmer von Rekordmeister Bayern München der Bild-Zeitung: "Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse."

Wagner debütierte erst im vergangenen Juni, in acht A-Länderspielen erzielte er fünf Tore. "Meinen Jungs wünsche ich nur das Beste in Russland und hoffe, dass sie als Weltmeister zurückkommen", führte Wagner aus, der 2017 mit der DFB-Auswahl in Russland den Confed-Cup gewann.

"Ernst nehmen kann ich das nicht"

Er würde allerdings "lügen, wenn ich sage, dass ich nicht enttäuscht bin. Die WM wäre eine tolle Sache gewesen", führte der gebürtige Münchner aus: "Ernst nehmen kann ich das natürlich nicht, aber wie ich schon oft gesagt habe, gibt es weitaus wichtigere Dinge im Leben außer Fußball", erklärte Wagner.

Für den Angriff hatte Bundestrainer Joachim Löw neben dem gesetzten Leipziger Timo Werner und dem erfahrenen Mario Gomez (VfB Stuttgart) überraschend auch den Freiburger Nils Petersen (29/kein A-Länderspiel) für den vorläufigen, 27-köpfigen Kader nominiert.

Wagner hatte als Bayern-Joker seit dem Winter neun Tore erzielt. Erst im Winter war er von 1899 Hoffenheim zu seinem Jugendklub zurückgekehrt, bei dem er in der Saison 2007/08 seine Profikarriere begonnen hatte.

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