Keller trat im Mai 2021 als DFB-Präsident zurück - Bildquelle: FIRO/FIRO/SID/Keller trat im Mai 2021 als DFB-Präsident zurück © FIRO/FIRO/SID/

Köln (SID) - Der frühere DFB-Präsident Fritz Keller hat Oliver Bierhoff nach dem erneuten Vorrunden-Aus bei der WM in Katar in Schutz genommen. "Ich finde, dass Herr Bierhoff gute Arbeit geleistet hat", sagte Keller, der dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) von 2019 bis 2021 vorstand, der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten (Freitagausgaben).

Mit Bierhoff habe das wiederholte Scheitern in der Vorrunde aber nichts zu tun, erklärte Keller. Vielmehr hätten Politiker und andere DFB-Funktionäre "das Team zu Aktionen überredet, die One-Love-Binde zu tragen und dann ersatzweise diese Geste mit dem zugehaltenen Mund zu zeigen". 

Am Montag hatten sich Bierhoff und der DFB auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Der ehemalige Nationalspieler, der nach seiner aktiven Karriere 18 Jahre im Verband und zuletzt als Geschäftsführer Nationalmannschaften und Akademie tätig war, sei einer "der Wenigen", sagte Keller weiter, "die sich nicht nur hinter Zuständigkeiten versteckt, sondern auch Verantwortung übernommen haben". 

Bierhoff habe "18 Jahre lang versucht, Änderungen im Kinder- und im Jugendfußball hinzukriegen", bekräftigte Keller: "Das wurde verhindert, weil viele ein G?schäftle daraus machen und etwas für ihre Landesverbände oder Fußballschulen herausholen wollten." Was deshalb fehle "oder zu spät kommt, ist die zentrale Ausbildung im Kinder- und Jugendbereich".

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