Berti Vogts tut sich schwer mit dem Videobeweis - Bildquelle: firo Sportphotofiro SportphotoSIDfiro SportphotoBerti Vogts tut sich schwer mit dem Videobeweis © firo Sportphotofiro SportphotoSIDfiro Sportphoto

München - Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts hat die Entwicklung des Fußballs durch den Videobeweis kritisiert. "Wenn ich erst abwarten muss, ob ich nun jubeln darf oder nicht, dann ist das nicht mehr mein Sport", schrieb Vogts in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal "t-online".

Die jüngsten strittigen Entscheidungen lassen bei dem 72-Jährigen Fragen aufkommen. "Die Verantwortlichen in Köln sollten sich dringend überlegen, ob sie sich nicht ein wenig zu wichtig nehmen. Aber wenn Dortmunds Marco Reus gegen Gladbach kaum sichtbare zwei Zentimeter im Abseits steht? Digitalisierung und modernes Zeitalter hin oder her, das verstehe ich nicht", sagte Vogts und betonte: "Noch ist der Schiedsrichter auf dem Rasen der wichtigste Mann."

Alle Bereiche des Spiels litten unter dem ständigen Eingriff des Video-Assistenten. Er schaffe "nur Unsicherheit und nimmt die Emotionen raus, für die wir alle den Fußball doch eigentlich so lieben", sagte Vogts, der auch einen Verbesserungsvorschlag parat hat: "Warum zum Beispiel setzt man nicht einen Ex-Spieler oder -Trainer in den Keller in Köln, also jemanden, der sich in die Situationen richtig hineinversetzen kann?"

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