Koch (l.) verzichtet auf eine Kandidatur - Bildquelle: AFPSIDDaniel ROLANDKoch (l.) verzichtet auf eine Kandidatur © AFPSIDDaniel ROLAND

Frankfurt/Main (SID) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird weiterhin nicht im Council des Weltverbands FIFA vertreten sein. DFB-Vizepräsident Rainer Koch (60) verzichtet beim Kongress der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am 3. März in Amsterdam auf eine Kandidatur und lässt dem Franzosen Noel Le Graet den Vortritt. Ins UEFA-Exekutivkomitee möchte Koch, der den DFB als Ersatz für seinen zurückgetretenen Ex-Präsidenten Reinhard Grindel international vertreten soll, allerdings berufen werden.

"Als Reinhard Grindel im April seinen Platz im FIFA-Rat geräumt hat, wurde im UEFA- Exekutivkomitee entschieden, dass der Präsident des französischen Fußballverbands, Noel Le Graet, als Ersatz nachrückt. Dies war ursprünglich als Interimslösung gedacht. Nun aber hat Noel Le Graet entschieden, dieses Mandat gerne weiter ausüben zu wollen und für die Wahl zu kandidieren", sagte Koch dem kicker: "Den DFB und den französischen Verband verbindet ein exzellentes Verhältnis. Daher war für uns schnell klar, dass ich meine geplante Kandidatur für den FIFA-Rat zurückziehe und mich zunächst auf die Wahl für das UEFA-Exekutivkomitee konzentriere."

Koch kann nun frühestens im Jahr 2021 ins Council rücken. Zu diesem Zeitpunkt werden vier der neun UEFA-Sitze im 37-köpfigen FIFA-Gremium frei. "Wir sind uns im DFB einig, dass unser Bestreben, wieder einen Sitz im FIFA-Rat zu haben, nur aufgeschoben und nicht aufgehoben ist", äußerte Koch: "Als größter Mitgliedsverband hat der DFB den Anspruch und Auftrag, in der FIFA stark vertreten zu sein."

Das DFB-Präsidium hatte Koch Ende Oktober einstimmig für die möglichen Sitze im FIFA-Council sowie im UEFA-Exekutivkomitee vorgeschlagen. Im Exko betrüge seine Amtszeit zunächst ein Jahr, im Council wären es drei Jahre gewesen.

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