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Mailand/München - Am Sonntag bezwang Inter Mailand Juventus Turin mit 2:0, mit 40 Punkten steht der italienische Traditionsklub punktgleich mit dem Stadtrivalen AC Mailand an der Tabellenspitze.

Sportlich läuft es also super für Inter. Was fast schon ein wenig verwunderlich ist, da der Klub offenbar in einer ernsthaften finanziellen Krise steckt und seine Spieler mehrere Monate lange nicht bezahlt haben soll.

Laut der "Gazzetta dello Sport" bekamen die Inter-Stars vier Monate lang kein Geld, "La Republica" zufolge sollen sich der für Finanzen zuständige Alessandro Antonello und Sportdirektor Giuseppe Marotta mit den Spielern getroffen und ihnen zugesichert haben, dass die Gehälter für Juli und August bis zum 16. Februar ausgezahlt werden.

 Inter reagiert auf Corona-Pandemie

Sollte das Geld bis dahin nicht auf den Konten der Spieler angekommen sein, könnte die Liga die Nerazzurri sogar mit Punktabzug bestrafen. Inter behielt das Geld im Juli und August offenbar ein, um auf die finanziellen Verluste wegen der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Unterbrechung der Serie A reagieren zu können.

 

Allerdings sollen auch die Gelder für November und Dezember noch ausstehen. Dass die Mannschaft um Romelu Lukaku und den Ex-Bayern-Spieler Arturo Vidal trotzdem so erfolgreich spielt, ist angesichts dieser Probleme umso bemerkenswerter. Bei dem Treffen mit den Vereinsbossen soll es zu keinen Rückfragen von Seiten der Spieler gekommen sein.

Namensänderunge wegen besserer Vermarktbarkeit

Dass Inter aber in einer finanziell schwierigen Lage ist, lässt sich nicht wegdiskutieren. Vor diesem Hintergrund sind auch die Überlegungen zu sehen, Inter Mailand neu aufzustellen. Aus dem Klubnamen "Football Club Internazionale Milano" soll kurz "Inter Milano" werden, um den Verein international besser vermarkten zu können.

Während Inter überall in der Welt schon unter der Kurzform bekannt ist, schlägt das Vorhaben in Italien hohe Wellen, die "Gazzetta dello Sport" schrieb sogar von einer "koperkanischen Revolution". Auch das 112 Jahre alte und seitdem kaum veränderte Logo soll überarbeitet werden und künftig ein stilisiertes "IM" zeigen.

Die Nerazurri sollen rund 280 Millionen Euro Schulden haben. Um den Verbindlichkeiten entgegenzuwirken, sollen neue Sponsoren gefunden werden. Auch ein Verkauf Inters ist nicht ausgeschlossen, derzeit gehört der Großteil der Anteile der chinesischen "Suning Group".

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