Antonio Di Salvo spricht über seine neue Rolle als Cheftrainer der deutschen... - Bildquelle: 2019 Getty ImagesAntonio Di Salvo spricht über seine neue Rolle als Cheftrainer der deutschen U21 © 2019 Getty Images

München - Nur einen Tag nach seiner Beförderung zum Cheftrainer der deutschen U21-Nationalmannschaft sprach Antonio Di Salvo mit Pressevertretern über seine neue Aufgabe. 

U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo über ...

... die seinen Aufstieg vom Co- zum Cheftrainer: "Ich möchte mich erstmal bei der sportlichen Leitung und Stefan Kuntz für die letzten Jahre und das Vertrauen bedanken! Ich freue mich auf die neue Aufgabe mit der Mannschaft und dem Funktionsteam. Es gibt keinen Grund, viel zu ändern. Warum? Wir waren in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Ich werde, wie es auch in den letzten Jahren unter Stefan gemacht wurde, die Entscheidungen immer mit meinem Trainerteam zusammen treffen. Trotzdem möchte ich mit meinem eigenen Stil und meinen eigenen Ideen arbeiten und authentisch bleiben.

... sein Verhältnis zu Bundestrainer Hansi Flick: "Ich kenne Hansi schon ziemlich lange, er hat mich 2016 von der U16 zur U19 befördert. Mich haben seine Erfolge bei Bayern und seine Rückkehr zum DFB sehr gefreut."

... seine eigenen Ansprüche: "Wir haben in den letzten Jahren viel darüber geredet, dass es für mich der nächste und logische Schritt ist, eine Mannschaft zu übernehmen. Dass es nun die U21 geworden ist, war etwas überraschend."

... seine Ideen von Fußball: "Wir haben nahezu jede Entscheidung im Trainerteam besprochen. Wenn ich daran denke, dass ich meine eigenen Ideen einbringen möchte, geht es eher um Kleinigkeiten. Eine andere Ansprache, andere Details. Das hängt aber auch damit zusammen, dass Stefan Kuntz und ich uns sehr ähnlich sind, vor allem was die Mannschaftsführung betrifft. Wir haben eine grundsätzlich gleiche Idee vom Fußball.

... über den Druck der Kuntz-Nachfolge: "Im Fußball gibt es immer Druck. Ich empfinde ihn aber nicht als so immens, da ich ja bereits Teil des erfolgreichen Teams war. Generell versuche ich immer, mein Bestes zu geben."

... seinen Co-Trainer Hermann Gerland: "Ich kenne Hermann Gerland schon sehr lange, obwohl wir bei Bayern nur eine kurze gemeinsame Zeit hatten. Der Kontakt ist nie abgerissen, er war dann nach meiner aktiven Karriere ja auch in Bayerns Jugendabteilung aktiv. Wir waren uns schnell einig, dass Hermann eine super Ergänzung ist. Es war uns wichtig, einen erfahrenen und erfolgreichen Trainer dabei zu haben, mit einem anderen Blick auf den Fußball. Jemand, der Dinge auch anders anspricht. Wir freuen uns extrem, dass wir ihn für die Aufgabe gewinnen konnten!"

... sein Debüt in seiner Heimatstadt Paderborn: "Das sind natürlich die Geschichten, die der Fußball schreibt. Es ist etwas ganz ganz Besonderes. Ich bin mir sicher, dass ich von meiner Familie, Freunden und auch der Stadt Paderborn viel Unterstützung bekommen werde. Aber ein Trainer-Debüt ist grundsätzlich immer besonders."

... die Situation um den deutschen Jugendfußball: "Die Titel dürfen uns nicht blenden, es steckt noch ganz viel Arbeit vor uns. Das zeigen auch die Ergebnisse der anderen U-Mannschaften. Es geht aber um viel mehr. Das fängt schon im Kleinfeldbereich an. Kinder müssen lernen, wie sie sich im Zweikampf- und Dribbling-Situationen zu verhalten haben. Auch da müssen wir ansetzen."

... den aktuellen U21-Jahrgang: "Uns war es wichtig, erstmal die Mannschaft kennenzulernen. Es ist nie leicht, 23 neuen Spielern eine neue Spielidee zu vermitteln. Im großen und ganzen hat es die Mannschaft sehr gut gemacht, wir haben sechs Punkte geholt. Es geht aber darum, weiterzuentwickeln und neue Spieler kennenzulernen. Das braucht aber Zeit und wir nach und nach besser werden.

... das Stürmerprojekt: "Grundsätzlich geht es ja darum, Spieler jeder Positionsgruppe in Deutschland besser zu machen. Ich bin mir sicher, dass diese positionsspezifische Arbeit von uns U-Trainern in Zukunft Früchte tragen wird und wir in absehbarer Zeit die Ergebnisse auf dem Platz sehen werden."

... Top-Talent Youssoufa Moukoko: "Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, dass er ein unfassbares Talent ist. Wir sollten die Kirche aber im Dorf lassen. Er ist noch sehr jung, er braucht Geduld und muss sich darauf konzentrieren, beim BVB auf seine Einsätze zu kommen. Es ist wichtig, dass wir ihm die Zeit geben, sich zu entwickeln und zu reifen."

Sein erstes Spiel als Cheftrainer bestreitet Di Salvo bereits in wenigen Wochen. In der EM-Qualifikation geht es für den amtierenden Europameister am 07. Oktober gegen Israel. Die Partie gibt es ab 17:45 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de!

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