Kevin Schade und seine deutschen U21-Kollegen sind gegen Polen chancenlos - Bildquelle: ImagoKevin Schade und seine deutschen U21-Kollegen sind gegen Polen chancenlos © Imago

Großaspach - Die deutschen U21-Fußballer haben in der EM-Qualifikation unter ihrem neuen Trainer Antonio Di Salvo eine heftige Blamage erlebt. Nach einem katastrophalen Fehlstart musste sich die DFB-Auswahl gegen Polen trotz tapferer Leistung nach langer Unterzahl klar mit 0:4 (0:3) geschlagen geben. Zuvor hatte die U21 alle vier Spiele in der Gruppe B gewonnen. 

Bereits in der Anfangsviertelstunde sorgten Doppelpacker Adrian Benedyczak (5./12.) und Michal Skoras (15.) in der Nebelglocke von Großaspach für klare Verhältnisse. Wenig später sah der Bremer Jean-Manuel Mbom wegen einer Notbremse die Rote Karte (19.), kurz vor Schluss traf Kacper Kozlowski zum Endstand (90.). Chance zur Wiedergutmachung hat der Europameister von 2009, 2017 und 2021 am Dienstag (ab 17:45 Uhr live auf ProSieben MAXX und im Livestream auf ran.de) im letzten Spiel des Jahres gegen San Marino in Ingolstadt.

DFB-Junioren trotz Debakel weiterhin auf Platz 1

Trotz der jüngsten Niederlage liegt die Mannschaft von Di Salvo nach den Hinspielen mit zwölf Punkten weiter an der Tabellenspitze. Israel (12) und Polen (10) befinden sich in Lauerstellung - nur die Gruppenersten sowie der beste Zweite aus neun Staffeln qualifizieren sich direkt für die U21-EM 2023 in Rumänien und Georgien.

Vor dem Spiel hatte Di Salvo, der die ersten beiden Begegnungen als U21-Trainer gewann, sein Team noch vor dem "stärksten Gegner in der Gruppe" gewarnt. Der Nachfolger von Erfolgstrainer Stefan Kuntz sollte Recht behalten, nach nicht einmal 20 Minuten war das Spiel quasi entschieden.

Die deutschen Nachwuchshoffnungen, die auf BVB-Torjäger Youssoufa Moukoko (Augenentzündung) verzichten mussten, erwischten vor 3994 Zuschauern einen Fehlstart der brutalen Sorte. Zwar übernahm die DFB-Auswahl um Debütant Jan Thielmann vom 1. FC Köln schnell das Kommando, doch die Gäste aus Polen schalteten schnell um und überzeugten mit eiskalter Effizienz vor dem Tor. 

Schuranows Fehlpass leitet Niederlage ein

Erst leitete Erik Schuranow mit einem Fehlpass einen schnellen Gegenstoß ein, den Benedyczak souverän vor DFB-Torhüter Luca Philipp (TSG Hoffenheim) vollendete. Wenig später erhöhte der Torjäger des italienischen Zweitligisten Parma Calcio nach einem weiteren Konter freistehend per Lupfer. 

Die Vorentscheidung gelang Skoras, der sich bei einem harten Zweikampf gegen Mbom durchsetzte und aus spitzem Winkel traf. Danach hatte der Werder-Profi erneut das Nachsehen und wurde nach einer Notbremse gegen Benedyczak vom Platz gestellt.

In der Folge zeigte die Mannschaft von Di Salvo aber Moral, kontrollierte das Spielgeschehen und erarbeitete sich eine Vielzahl an Chancen. Nur der Anschlusstreffer wollte zunächst nicht gelingen. Kapitän Jonathan Burkardt (31.) sowie Angelo Stiller mit einem Freistoß an den Pfosten (45.) scheiterten knapp.

Auch nach dem Seitenwechsel lag ein deutscher Treffer in der Luft, doch Burkardt (54.), Malick Thiaw (56.) und Yannik Keitel (63.) vergaben beste Möglichkeiten, ehe Kozlowski für Polen noch einmal nachlegte.

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