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München/Ljubljana - Für die deutsche U21-Nationalmannschaft geht es am Sonntag im EM-Finale gegen Portugal um den Pokal (So., ab 20:15 Uhr live auf ProSieben und ran.de). Mittendrin im Titelkampf: Abwehrchef Nico Schlotterbeck.

Unterstützung erhält der Freiburger unter anderem von Bruder Keven und Vater Marc, die bereits am Montag mit dem Privatjet nachgereist sind. "Wir versuchen, ihn so gut wie möglich zu unterstützen", versprach Keven Schlotterbeck vor dem erfolgreichen Halbfinale gegen die Niederlande bei ran.

Onkel Niels spielte bereits in der Bundesliga

Die Fußball-Leidenschaft der Schlotterbecks kommt nicht von ungefähr. Nicos Onkel Niels war selbst im Profizirkus unterwegs, stand 36 Mal für Hansa Rostock, die Stuttgarter Kickers und den MSV Duisburg in der Bundesliga auf dem Rasen. Auch er wird seinem Neffen mit Sicherheit die Daumen drücken.

"Das gibt mir sehr viel Kraft und ich denke, ich brauche das auch. Ich bin glücklich, dass sie immer da sind", gab U21-Spieler Nico nach dem Duell mit "Jong Oranje" Einblick in seine Gefühlwelt.

Nico Schlotterbeck gesetzt in der DFB-Abwehr

Der Teil der Familie Schlotterbeck, der seit einer knappen Woche live vor Ort die Spiele der deutschen U21 verfolgt, sieht einen stark aufspielenden Nico. Der 21-Jährige tritt nach einer soliden Saison, die er - wie ein Jahr zuvor schon Bruder Keven - auf Leihbasis bei Union Berlin verbracht hat, im Trikot mit dem Adler auf der Brust selbstbewusst und routiniert auf.

Gemeinsam mit dem Bielefelder Amos Pieper bildet er ein Innenverteidiger-Duo, das vor allem durch seine Souveränität und Abgeklärtheit glänzt. "Er hat ein sehr gutes Passspiel und ein sehr gutes Auge", lobte Trainer Stefan Kuntz seinen Schützling vor wenigen Monaten.

Auch Pieper und Schlotterbeck ist es zu verdanken, dass die deutsche Auswahl erst vier Gegentore kassierte. "Wir haben in allen drei Vorrundenpartien gut zusammengespielt. Wenn sich ein Duo gefunden hat, ist es auch schwer zu wechseln", wurde Schlotterbeck im Vorfeld der K.o.-Phase auf "dfb.de" zitiert.

Freiburg-Abschied wegen Bruder Keven?

Nun strebt er also nach nach dem EM-Titel. Es wäre seine erste Silberware im Profibereich, mit der Freiburger U19 gewann er in seinem ersten Jahr beim SCF 2018 den A-Jugend-Pokal.

Doch wie geht es nach der Junioren-Europameisterschaft weiter? Bildet er in der Zukunft möglicherweise sogar gemeinsam mit seinem Bruder Keven, der sich 2019/20 zum Stammspieler aufschwang, die Innenverteidigung beim SC Freiburg? Wohl eher nicht, dem familieninternen Konkurrenzkampf würde Nico gerne aus dem Weg gehen.

"Es ist schwer, wenn dein Bruder auf der gleichen Position spielt wie du, weil du einfach den Konkurrenzkampf in der Familie hast. Da geht es nicht nur um besser oder schlechter, sondern da spielt dein Herz eine Rolle", sagte der Linksfuß dem "kicker".

Das Kuriose: Vater Marc ist nicht ganz unschuldig an der Situation. "Mein Vater hat früher, als wir noch ganz klein waren, immer einen Ball auf meinen linken Fuß geworfen. Er wollte, dass wir beide Linksfüßer werden, weil er auch Linksfuß ist", erzählte Nico der "Bild"-Zeitung.

Nico Schlotterbeck: Führt der Weg nach Stuttgart?

Somit könnte Papa Schlotterbeck einen möglichen Wechsel unwissentlich eingeleitet haben. Angeblich soll der VfB Stuttgart bereits beim Sport-Club angefragt haben, im Falle eines Abschieds von Marc-Oliver Kempf soll der jüngere der Schlotterbeck-Brüder der von VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo bevorzugte Nachfolger sein.

Doch zunächst geht es erstmal um den EM-Sieg, Vater Marc bezeichnete die Partie gegen bislang überzeugende Portugiesen als "die vermutlich wichtigste in seinem (Nicos, Anm. d. Red.) Leben". Solange müssten Überlegungen zum weiteren sportlichen Werdegang mindestens pausieren, nach dem Turnier geht es in den wohlverdienten Mallorca-Urlaub. Und dann steht auch schon die Vorbereitung auf die neue Spielzeit bevor.

Bei welchem Klub Nico Schlotterbeck diese absolviert, wird sich vermutlich in den kommenden Wochen zeigen. Der Unterstützung seiner Familie dürfte er sich aber sicher sein.

Marcel Schwenk

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