Ist der aktuelle Shooting-Star der deutschen U21-Nationalmannschaft: Robin H... - Bildquelle: 2019 Getty ImagesIst der aktuelle Shooting-Star der deutschen U21-Nationalmannschaft: Robin Hack vom 1. FC Nürnberg © 2019 Getty Images

ran.de: Robin Hack, nach Ihrem Hattrick für die DFB-Junioren beim U21-EM-Qualifikationsspiel in Wales haben Sie auch in den Wochen danach in der Zweiten Liga für den 1. FC Nürnberg mit drei Treffern und einer Torvorlage geglänzt. Was dürfen die deutschen Fans nun gegen Spanien und Bosnien-Herzegowina von Ihnen erwarten?

Robin Hack: "Ich will auf jeden Fall an meine Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen. Nach den drei Toren gegen Wales lief es ja auch richtig gut weiter, ich konnte direkt in dem anschließenden Zweitliga-Spiel mit Nürnberg bei Darmstadt 98 zwei Treffer erzielen und zwei Partien später bei Hannover 96 noch ein weiteres Tor und eine Vorlage. Aber darauf will ich mich nicht ausruhen."

ran.de: Waren diese U21-Länderspiele in Zwickau gegen Griechenland und in Wrexham gegen Wales im September eine Art Initialzündung für Sie?

Hack: "Aufgrund meiner vielen Krankheiten und Verletzungen habe ich in der vergangenen Saison bei der TSG 1899 Hoffenheim ja nicht wirklich viel gespielt, weswegen ich im Sommer ja auch den Verein gewechselt und mich dem 1. FC Nürnberg angeschlossen habe. Ich wollte einen Neuanfang starten, endlich wieder mehr auf dem Rasen stehen. Das ist mir auch auf Anhieb gelungen, meine Leistungen waren absolut in Ordnung – nur etwas Zählbares hat gefehlt, nämlich ein Tor. Das ist mir dann endlich bei der deutschen U21 in Wales gelungen. Denn am Ende werden Offensivspieler an ihren Torbeteiligungen gemessen. Von daher kann man schon davon sprechen, dass diese Partie eine Initialzündung für mich war. Und ich hoffe natürlich, dass es für mich genau so weitergeht."

ran.de: Sie waren vor allem nach Ihrer starken Leistung in Wales in aller Munde und haben eine ganze Zeit lang im Fokus der Berichterstattung gestanden. Wie haben Sie das wahrgenommen?

Hack: "Für mich persönlich hat sich dadurch nicht wirklich viel verändert. Ich bekomme vielleicht die eine oder andere Nachricht mehr oder werde auf der Straße häufiger erkannt und nach Autogrammen und Selfies gefragt, das war es dann aber auch schon."

ran.de: Sie wurden von einigen Medien aufgrund Ihres ähnlichen Aussehens und Ihrer Leistung schon direkt mit Luca Waldschmidt verglichen. Der Freiburger war zuletzt Leistungsträger in der "alten" U21 und wurde nun erneut von Bundestrainer Joachim Löw für die A-Nationalmannschaft nominiert. Wie finden Sie diesen Vergleich?

Hack: "Ich vergleiche mich ehrlich gesagt nicht so gerne mit anderen Spielern, sondern konzentriere mich lieber ganz auf mich selbst. Aber natürlich ist Luca ein Top-Spieler, der jetzt eben auch zeigt, was möglich ist, wenn man hart arbeitet und regelmäßig seine Leistungen abliefert."

ran.de: Was geht einem durch den Kopf, wenn man Spieler wie Waldschmidt, Nadiem Amiri, Robin Koch oder jetzt auch Suat Serdar sieht, die kürzlich noch in der deutschen U21 für Furore gesorgt haben und nun für die A-Nationalmannschaft nominiert wurden?

Hack: "Dass all diese Jungs genau das gleiche durchgemacht haben, wie wir jetzt. Sie haben allesamt in der deutschen U21-Nationalmannschaft gespielt, dort ihre Leistung gebracht und sich so für höhere Aufgaben empfohlen. Anhand dieser Spieler sieht man zudem, dass es ganz schnell gehen kann. Und das motiviert uns alle natürlich enorm."

ran.de: Was hat U21-Bundestrainer Stefan Kuntz Ihnen persönlichen eigentlich nach Ihrem Hattrick gegen die Waliser mit auf den Weg gegeben?

Hack: "Er sagte, dass ich jetzt dran bleiben, weiter so hart arbeiten, aber vor allem nicht abheben soll. Ich will mich wie bereits gesagt auch nicht auf den zuletzt gezeigten Leistungen ausruhen, sondern sie bestätigen und wenn möglich noch besser werden. Das ist mein Antrieb. Ich spiele mein Spiel weiter, egal was passiert. Und wenn vielleicht mal etwas nicht klappt, dann halt beim nächsten Mal."

ran.de: Wie haben Sie generell diese ersten Länderspiele der "neuen" deutschen U21-Nationalmannschaft wahrgenommen? Wie wirkt dieses Team auf Sie?

Hack: "Viele von uns kannten sich ja schon von früheren U-Nationalteams. Da waren unter dem Strich vielleicht nur ein, zwei wirklich neue Gesichter dabei. Die haben sich aber innerhalb kürzester Zeit super integriert und so sind wir auch extrem schnell zusammengewachsen. Wir freuen uns alle einfach darauf, uns bei den U21-Lehrgängen wiederzusehen, da entstehen zum Teil richtig enge Freundschaften."

ran.de: Welche Aussagekraft haben die Siege gegen Griechenland und Wales nun für das Länderspiel gegen Spanien und das danach anstehende EM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien-Herzegowina?

Hack: "Ich denke, dass wir trotz der neu-formierten Mannschaft sowohl gegen die Griechen, als auch die Waliser jeweils ordentliche bis gute Partien abgeliefert haben. Allerdings ist da noch deutlich Luft nach oben. Und das wollen wir jetzt gegen Spanien, vor allem aber in der EM-Qualifikation in Bosnien-Herzegowina zeigen."

ran.de: Das Spiel in Spanien ist ja ein ganz besonderes – es ist die Revanche für das verlorene U21-EM-Finale in Italien. Was erwarten Sie von dieser Partie?

Hack: "Das ist sicherlich auch ein Spiel für die Jungs in unserem Kader, die in den vergangenen Wochen im Verein nur wenig Einsatzzeit bekommen haben. Sie sollen gegen die Spanier Selbstvertrauen tanken. Natürlich wollen wir die Partie gegen Spanien gewinnen und werden auch alles reinhauen, aber das wichtigere Spiel ist aus meiner Sicht die Begegnung gegen Bosnien-Herzegowina. Alleine schon deshalb, weil es um Punkte in der U21-EM-Qualifikaton geht."

ran.de: Inwieweit ist dieses Spiel ein spezielles Thema innerhalb der Mannschaft? Immerhin waren mit Keeper Markus Schubert und Johannes Eggestein noch drei Spieler aus dem aktuellen Kader damals mit dabei.

Hack: "Ich habe bislang noch mit keinem dieser beiden Spieler über das Finale gesprochen und kann somit nicht sagen, ob es für sie ein großes Thema ist. Im Rest des Teams konnte ich es jedenfalls noch nicht feststellen. Für mich ist es jedenfalls eine Partie wie jeder andere auch. Zwar gegen einen starken Gegner, aber ich empfinde da jetzt persönlich keinen speziellen Reiz."

Das Interview führte: Dominik Hechler

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