Sonderkongress der FIFA derzeit nicht möglich - Bildquelle: AFPSIDFABRICE COFFRINISonderkongress der FIFA derzeit nicht möglich © AFPSIDFABRICE COFFRINI

Köln - Andre Hahn, sportpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, befürwortet angesichts der erneuten Bestechungsvorwürfe gegen Katar eine Neuvergabe der Fußball-WM 2022. Dies wäre "aus meiner Sicht die sauberste Lösung und ein klarer Schnitt", sagte Hahn dem SID. Allerdings seien für diesen Fall wohl enorme Schadensersatzforderungen zu erwarten.

Sollte der Austragungsort nicht mehr geändert werden können, müsse im Falle einer rechtsstaatlichen Feststellung von Schuld eine Geldstrafe "in dreistelliger Millionenhöhe" verhängt werden, sagte Hahn. Diese könne etwa an die Weltgesundheitsorganisation WHO gezahlt werden.

Die US-Strafverfolgungsbehörden hatten am Dienstag ihre Überzeugung unterstrichen, dass im Zusammenhang mit den WM-Vergaben 2018 und 2022 führende FIFA-Funktionäre bestochen wurden.

Hahn über die FIFA: "Auflösung und Neugründung" als einziger Ausweg

"Wenn die entscheidenden Stimmen zur Vergabe jetzt auch noch gekauft wurden - was allerdings erst noch eindeutig bewiesen sein muss -, würde das dem ganzen absurden Vorgang noch die unrühmliche Krone aufsetzen", sagte Hahn.

Der vielfach proklamierte Neuanfang der FIFA sei offenkundig gescheitert. "Eine Auflösung und Neugründung" des Weltverbandes sei womöglich der einzige Ausweg und wohl auch die beste Lösung.

Wünschenswert sei zudem ein kurzfristig einberufener Sonderkongress der FIFA, dies sei angesichts der Corona-Pandemie derzeit aber kaum möglich. Sowohl Russland als auch Katar hatten die Vorwürfe am Dienstag erneut bestritten. 

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