Manuel Neuer kassierte bei dem WM lediglich vier Gegentore - Bildquelle: GettyManuel Neuer kassierte bei dem WM lediglich vier Gegentore © Getty

Rio de Janeiro - Manuel Neuer ist zum besten Torwart der Weltmeisterschaft in Brasilien gewählt worden. Der 28-Jährige ließ Sergio Romero (Argentinien) und Keylor Navas (Costa Rica) hinter sich.

Seine Vorgänger Oliver Kahn und Jens Lehmann hatten Neuer längst als besten Torhüter der WM in Brasilien geadelt, nach dem Finale folgte dann die Bestätigung von höchster Stelle: Vom Fußball-Weltverband FIFA wurde der Münchner zum besten Schlussmann des Turniers gekürt, mit dem Goldenen Handschuh ausgezeichnet und damit praktisch zur derzeitigen Nummer eins der Welt.

"Manuel Neuer kann der beste deutsche Torwart aller Zeiten werden", hatte Lehmann bereits vor dem WM-Finale der DFB-Auswahl gegen Argentinien gesagt. Er sieht beim Torhüter des FC Bayern zudem noch Entwicklungspotenzial: "Das Tolle bei Manuel: Seine besten Jahre kommen erst noch."

"Manuel ist momentan der beste Torhüter der Welt"

Und Torwart-Titan Oliver Kahn, der vor Neuer der letzten deutsche Torwart war, der in einem WM-Finale stand (2002/0:2 gegen Brasilien), schwärmte: "Manuel ist momentan der beste Torhüter der Welt." Das hatte Neuer bereits vor dem Finale sechsmal unter Beweis gestellt, wie ZDF-Experte Kahn betonte: "Jeder weiß, dass er ein wunderbarer Fußballer ist, der gut mitspielen kann. Aber entscheidend ist, dass er in den wichtigen Situationen da ist und seiner Mannschaft die Siege rettet."

Kein Wunder, dass der Hype um Manuel Neuer in Brasilien von Spiel zu Spiel immer größere Ausmaße annahm. Mit seinen Paraden und Reflexen wurde der 28-Jährige in Brasilien zum absoluten Superstar, er wird in dort wie ein Popstar gefeiert - ähnlich wie Kahn vor zwölf Jahren in Asien.

"In der Ruhe liegt die Kraft"

Wenn Neuer aus dem Mannschaftsbus stieg, war das Gekreische ohrenbetäubend. Doch Neuer ließ diese Begeisterung von sich abprallen und blieb immer cool. "In der Ruhe liegt die Kraft", lautet sein Motto.

Dass er aber auch weltweit für seine Leistungen Anerkennung erhält, macht ihn sichtlich stolz. "Natürlich freut es mich, wenn ich eine positive Resonanz erhalte. Das Wichtigste ist aber immer der Erfolg der Mannschaft", betonte Neuer.

Immer auf dem Teppich

Der englische Guardian etwa schrieb über den deutschen Teufelskerl: "Torwart Manuel Neuer ist riesig - nicht nur körperlich, sondern auch vom Charisma her. Er strahlt Selbstvertrauen aus - kein übersteigertes Selbstvertrauen - sondern schlicht und einfach einen unerschütterlichen Glauben an sich selbst."

Neuer, den Torwarttrainer Andreas Köpke nach dem denkwürdigen Achtelfinale gegen Algerien (2:1 n.V.) als "besten Libero seit Franz Beckenbauer" bezeichnete, bleibt trotz dieser Lobeshymnen auf dem Boden. "Bescheidenheit ist ein Wesenszug, den mir meine Mutter und mein Vater mitgegeben haben", sagt er und fügt hinzu: "Ich hatte nie die Chance abzuheben."

Dieser Wesenszug zeichnet den gebürtigen Gelsenkirchener aus. Das merkt man dem Torhüter, der mit seinen unglaublichen Reflexen die gegnerischen Angreifer reihenweise entnervt, auch an. Denn Neuer wird zwar wie ein Superstar gefeiert, verhält sich aber ganz normal und nimmt sich auch immer Zeit für seine Fans. 

Die bisherigen Sieger des Goldenen Handschuhs:

1994: Michel Preudhomme (Belgien)

1998: Fabien Barthez (Frankreich)

2002: Oliver Kahn (Deutschland)

2006: Gianluigi Buffon (Italien)

2010: Iker Casillas (Spanien)

2014: Manuel Neuer (Deutschland)

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