Schreibt seine Ansicht: ran.de-Chef Michael GerhäußerSchreibt seine Ansicht: ran.de-Chef Michael Gerhäußer ©

Was für ein Finale! Was für eine Spannung! Was für eine Intensität! Aber: Es ist vollbracht! Deutschland ist zum vierten Mal Weltmeister. 24 Jahre nach dem letzten Triumph. Deutschland jubelt, Deutschland feiert. Und das völlig zu Recht.

Dieser WM-Titel ist hochverdient! Er hat nichts mit Glück zu tun. Deutschland war in diesem Turnier die beste Mannschaft, nicht nur weil sie im Finale das einzige Tor geschossen hat. Das DFB-Team hat vorne die meisten Tore erzielt, und hatte hinten den stärksten Torwart und die beste Innenverteidigung.

 

Konsequenter Höhepunkt

Joachim Löw hat eine Mannschaft aus vielen Spitzenkönnern geformt – im Gegensatz zu Teams, die auf einen einzigen Superstar fixiert sind wie etwa Argentinien oder Portugal. Deutschland hat dabei den erfolgreichen Ballbesitzfußball der Spanier der vergangenen Jahre mit Durchschlagskraft, extrem hoher Einsatzbereitschaft - und mit taktischer Flexibilität gepaart. Das DFB-Team spielte bei der WM in Brasilien immer attraktiv, wenn es möglich war und kämpfte, wenn es nötig war.

Dieser Titel ist der konsequente Höhepunkt einer seit Jahren kontinuierlichen Entwicklung: WM-Halbfinale 2006, EM-Finale 2008, WM-Halbfinale 2010, EM-Halbfinale 2012 - und nun Weltmeister 2014. Seit 2004 (damals noch als Assistent von Jürgen Klinsmann), seit zehn Jahren, hat Löw auf diesen Erfolg hingearbeitet. Mit Geduld und ganz viel Akribie. Er ist der Meister dieses Triumphs.

Mit Blut, Schweiß und Tränen

Die hochbegabte Spieler-Generation um Antreiber wie Philipp Lahm oder Bastian Schweinsteiger hat sich nun endlich gekrönt. Der lang ersehnte ganz große Titel mit der Nationalmannschaft ist da.

Überhaupt Schweinsteiger, der Mann dieses Finales. Auch wenn das goldene Tor sein Münchner Klubkamerad Mario Götze erzielte - Schweinsteigers unbändiger Wille, seine Aufopferungsbereitschaft waren am Sonntagabend in einem nicht an Spannung zu überbietenden, hochintensiven Finale gegen starke Argentinier einer der ganz großen Erfolgsfaktoren für die deutsche Mannschaft. Am Ende reckte auch Schweinsteiger den Pokal in die Höhe - mit einem blutenden Cut unter dem Auge. Ein Bild für die Ewigkeit.

Deutschland! Weltmeister! Zum vierten Mal! Keiner hat es mehr verdient als dieses Team!

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