Dänemarks Nationalteam bei der WM-Qualifikation - Bildquelle: AFPSIDJAKUB SUKUPDänemarks Nationalteam bei der WM-Qualifikation © AFPSIDJAKUB SUKUP

München (SID) - Der Widerstand gegen die WM 2022 in Katar wächst. Auch im dänischen Fußball formiert sich eine breitere Front gegen das Turnier im Wüstenstaat. Erstligist Bröndby IF forderte den bislang zögerlichen dänischen Verband DBU am Dienstag auf, den Dialog mit Fans, Partnern und anderen Nationalverbänden "schnellstmöglich" mit dem Ziel voranzutreiben, um gemeinsam Veränderungen in Katar zu bewirken.

Außerdem solle sich die DBU dafür einsetzen, dass Großveranstaltungen künftig nicht mehr an Länder vergeben werden, in denen die Menschenrechte nicht gewährleistet sind. Dem vorangegangenen Boykott-Aufruf der organisierten Bröndby-Fans wollte sich der Klub aber nicht anschließen.

Einer Umfrage des Dachverbandes Danske Fodboldfans (DFF) unter 1047 Anhängern zufolge würden es 84 Prozent der dänischen Fans begrüßen, wenn der Weltverband FIFA Katar die WM entzöge. 64 Prozent sprachen sich für einen Boykott des Turniers durch die dänische Nationalmannschaft aus, wie er aktuell in Norwegen diskutiert wird.

Bröndby griff Katar in seiner Stellungnahme scharf an. Die WM-Vergabe an das Land sei ein "Verrat" an den Idealen des Fußballs. Es gebe "keine Zweifel" daran, dass die Kritik an den mangelnden Rechten der Arbeiter auf den WM-Baustellen und der Zuteilung der Endrunde im Jahr 2010 gerechtfertigt sei, hieß es.

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