Grindel setzt auf deeskalierende Wirkung des Sports - Bildquelle: pixathlonpixathlonSIDGrindel setzt auf deeskalierende Wirkung des Sports © pixathlonpixathlonSID

Frankfurt/Main - Präsident Reinhard Grindel vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist gegen einen Boykott der WM in Russland

"Der DFB setzt auf Dialog und nicht Boykott. Brücken zwischen den Menschen müssen die Kriege der Mächtigen überwinden", sagte der 56-Jährige der "Bild". Zuvor hatte Großbritanniens Außenminister Boris Johnson öffentlich einen Boykott der englischen Nationalmannschaft bei der WM-Endrunde (14. Juni bis 15. Juli) angedeutet.

Giftanschlag in Großbritannien

Hintergrund sind mögliche Verstrickungen Russlands in den Giftanschlag auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal auf britischem Boden sowie die aktive Teilnahme russischer Streitkräfte im Syrien-Krieg. Grindel jedoch will den Konflikt mit dem Riesenreich nicht auf die sportlicher Ebene tragen, sondern die  deeskalierende Wirkung des Sport nutzen. 

Denn ein Boykott würde keine Änderung der Lage bewirken, "vielmehr haben die Spiele in Südkorea aktuell gezeigt, dass Sport deeskalierend und völkerverbindend wirken kann", sagte Grindel mit Blick auf die politische Situation auf der koreanischen Halbinsel rund um die Winterspiele in Pyeongchang.

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