Senegals Kapitän Kalidou Koulibaly traf zum 2:1-Siegtreffer. - Bildquelle: IMAGO/Pro Sports ImagesSenegals Kapitän Kalidou Koulibaly traf zum 2:1-Siegtreffer. © IMAGO/Pro Sports Images

Ar-Rayyan - Siegtorschütze Kalidou Koulibaly sank auf die Knie, Trainer Aliou Cisse stürzte sich hinein in die nächstbeste Jubeltraube - und bei den dauertrommelnden Fans auf der Tribüne herrschte pure Ekstase.

Auch ohne den verletzten Superstar Sadio Mane hat die Nationalmannschaft des Senegal in einer emotionalen Zitterpartie zum ersten Mal seit 2002 das Achtelfinale einer WM erreicht.

Der Afrikameister setzte sich knapp, aber verdient mit 2:1 (1:0) gegen Ecuador durch. In der K.o.-Runde treffen die "Löwen von Teranga" als Gruppenzweiter auf den Sieger der Gruppe B mit England. "Für alle Senegalesen ist das ein besonderer Tag. Ich bin froh, dass ich dieses Tor erzielt habe, das ist eine Riesenehre für mich", sagte der beim FC Chelsea beschäftigte Matchwinner Koulibaly.

Der Kapitän versetzte die Senegalesen mit seinem Treffer in der 70. Minute in einen Freudentaumel. Kurz zuvor hatte Moises Caicedo den etwas überraschenden Ausgleich erzielt (67.). Afrikas Meister, der vor allem in der ersten Halbzeit bei großer Überlegenheit zahlreiche Torchancen vergab, war durch einen Foulelfmeter in Führung gegangen: Ismaila Sarr, vom Leverkusener Piero Hincapie gefoult, traf cool (44.).

"Wollten unbedingt Großes leisten"

Und jetzt? Die Senegalesen hatten zum Auftakt gegen die Niederlande verloren (0:2), "nach dem ersten Spiel haben viele uns schon draußen gesehen", berichtete Koulibaly. "Aber wir wollten hier unbedingt Großes leisten. Wir haben immer daran geglaubt, dass wir uns fürs Achtelfinale qualifizieren." Das ist bei der dritten WM-Teilnahme zum zweiten Mal gelungen. Trainer Cisse war beim ersten Mal selbst noch Spieler.

Klar war mit Anpfiff: Die Senegalesen mussten gewinnen, um sicher und wie vor 20 Jahren die K.o.-Runde zu erreichen - damals standen sie bei der WM in Südkorea und Japan sogar im Viertelfinale, scheiterten dort allerdings an der Türkei. Trotz großer Überlegenheit mussten sie zweimal zittern: Nach dem Ausgleich durch Caicedo - und in der Schlussphase, als Ecuador noch einmal alles nach vorne warf, um zum zweiten Mal nach 2006 das Achtelfinale zu erreichen.

Senegal lässt viele Chancen aus

Tatsächlich vergaben die Senegalesen vor allen in der ersten Halbzeit zu viele Chancen. Idrissa Gueye kam im Strafraum in guter Position zum Abschluss, verzog aber (3.). Kurz darauf flog ein Schuss von Boulaye Dia auf Vorlage von Youssouf Sabaly links am Tor vorbei (8.). Sarrs leicht abgefälschter Schuss landete ebenfalls nicht im Netz (24.). Der von Sarr cool verwandelte Elfmeter wirkte wie eine Erlösung.

Ecuador gelang es nur in kurzen Phasen, sich vom Druck zu befreien. Zu diszipliniert und entschlossen verteidigte der Afrikameister. Das änderte sich in der zweiten Halbzeit ein wenig, nun benötigte Ecuador einen Treffer. Die Senegalesen aber waren nach dem Ausgleich nur kurz geschockt: Nach einem Freistoß stand Koulibaly goldrichtig.

WM 2022: Wie sehen die Viertelfinals bei der WM 2022 aus?

Am 9. und 10. Dezember finden die Viertelfinals der WM 2022 statt. Hier geht es zum Spielplan.

Die Viertelfinals im Überblick:

9. Dezember:

16:00 Uhr: Kroatien vs. Brasilien - im Liveticker

20:00 Uhr: Niederlande vs. Argentinien - im Liveticker

10. Dezember:

16:00 Uhr: Marokko vs. Portugal - im Liveticker

20:00 Uhr: England vs. Frankreich - im Liveticker


In welchen Stadien findet die WM 2022 statt?

Bei der WM 2022 wird in acht Stadien gespielt, wobei vier davon in der Hauptstadt Doha stehen. Dabei wurden die Stadien komplett neu gebaut. Die meisten Stadien sollen nach der WM für gesellschaftliche Zwecke genutzt werden und nur einige für den Sport. Das größte Stadion ist das Lusail Iconic Stadion, welches mit 80.000 Plätzen auch das WM-Finale austragen wird. Die weiteren Stadien bieten Platz für 40.000 bis 60.000 Zuschauer.

Das sind die WM-Stadien 2022 Überblick:

Al-Bayt Stadium
Kapazität: 60.000 -Standort: Al-Khor - Fertigstellung: Neubau, Eröffnung 2020
Al-Rayyan Stadium
Kapazität: 40.000 - Standort: Al-Rayyan -Fertigstellung: Umbau, Wiedereröffnung 2019

Al-Thumama Stadium
Kapazität: 40.000 - Standort: Doha - Fertigstellung: Neubau, Eröffnung 2020

Al-Wakrah Stadium
Kapazität: 40.000 - Standort: Doha - Fertigstellung: Neubau, Eröffnung 2019

Khalifa International Stadium
Kapazität: 40.000 - Standort: Al-Rayyan - Fertigstellung: Umbau, Wiedereröffnung 2017

Ras Abu Aboud Stadium
Kapazität: 40.000 - Standort: Doha - Fertigstellung: Neubau, Eröffnung 2020

Qatar Foundation Stadium
Kapazität: 40.000 - Standort: Al-Rayyan - Fertigstellung: Neubau, Eröffnung 2020


Wann findet das WM-Finale in Katar statt?

Am 18. Dezember wird das Finale bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar ausgetragen. Anpfiff ist um 16 Uhr im Lusail Iconic Stadium.


Warum ist die WM 2022 im Winter?

Ursprünglich sollte die WM 2022 wie jede andere Weltmeisterschaft im Sommer ausgetragen werden. Durch die hohen Temperaturen im Gastgeberland Katar entschied die FIFA sich, dass die WM 2022 erstmals im Winter stattfindet. 


WM 2022 Katar

WM 2022 1/2 Finale

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