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Sandhausen - Der Hamburger SV hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga den nächsten Tiefschlag kassiert. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune unterlag nach einer gruseligen Vorstellung beim bisherigen Tabellenvorletzten SV Sandhausen 1:2 (0:0) und droht auch im dritten Zweitliga-Jahr die anvisierte Rückkehr ins Oberhaus auf der Zielgeraden zu verspielen.

Zwar steht der frühere Europacupsieger als Dritter weiterhin auf dem Relegationsplatz (50 Punkte) und hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Doch das gilt auch für Fortuna Düsseldorf (49) auf Rang vier, Holstein Kiel als Sechster (46) hat coronabedingt gar noch drei Spiele weniger absolviert und könnte mit nur zwei Siegen am HSV, der seit drei Spielen nicht mehr gewann, vorbeiziehen.

"Es ist eine Niederlage, die sehr wehtut"

"Wir haben die ersten 60 Minuten nicht stattgefunden. Im Großen und Ganzen war es sehr enttäuschend", sagte HSV-Keeper Sven Ulreich am Sky-Mikrofon: "Es ist eine Niederlage, die sehr wehtut. Die anderen Mannschaften punkten, aber wir werden nicht aufgeben."

Ein Eigentor von Stephan Ambrosius (46.) sowie der Treffer von Daniel Keita-Ruel (52.) sorgten am Donnerstagabend für Hamburgs zweite Niederlage in Folge, Manuel Wintzheimers (76.) Anschluss kam zu spät. Die Sandhäuser schöpften hingegen neuen Mut im Kampf um den Klassenerhalt. Als Tabellen-16. ist das rettende Ufer mit noch zwei Nachholspielen in petto in Sichtweite.

"Uns haben schon viele abgeschrieben, aber wir wussten, wir packen das. Alle arbeiten dafür, dass wir in der Liga bleiben", sagte SVS-Kapitän Dennis Diekmeier.

Erstes Spiel nach Corona-Zwangspause

Beide Teams bestritten im Schwarzwaldstadion ihr erstes Spiel nach einer Corona-Zwangspause. Sandhausen befand sich in einer zweiwöchigen Quarantäne. Der HSV war von einem coronabedingten Spielausfall betroffen - und fand bei seinem Comeback überhaupt nicht in die Partie.

Die Hamburger, bei denen Bakery Jatta nach einem Kopftreffer früh ausgewechselt werden mussten, liefen nur hinterher. SVS-Stürmer Keita-Ruel (5./36.) hatte gleich zwei gute Gelegenheiten für die Gastgeber, auch bei einem Flugkopfball von Julius Biada (44.) fehlte nicht viel. 11:2 Torschüsse standen zur Pause auf dem Statistikbogen.

Die nächste Chance sorgte nur 20 Sekunden nach Wiederanpfiff für den HSV-Rückstand, Ambrosius' Rettungsversuch per Kopf landete nach einer Flanke der Gastgeber im eigenen Tor. Kurz darauf war der agile Keita-Ruel zur Stelle. Die Gäste waren um eine angemessene Antwort bemüht - und gaben sie durch Wintzheimer. Es wurde wieder spannend.

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