Investor Klaus-Michael Kühne stellt fünf Forderungen an HSV-Präsident Marcel... - Bildquelle: Getty / imagoInvestor Klaus-Michael Kühne stellt fünf Forderungen an HSV-Präsident Marcell Jansen. © Getty / imago

München/Hamburg - Das klare Saisonziel ist gescheitert: Der Hamburger SV hat den Wiederaufstieg in die Bundesliga ordentlich vergeigt. Vor allem deshalb wird aktuell an der Elbe Tabula rasa gemacht. Trainer Hannes Wolf und Sportvorstand Ralf Becker sind bereits geschasst.

Das bedeutet für Präsident Marcell Jansen: einen riesigen Haufen Arbeit. Genau in dieser Situation meldet sich nun HSV-Investor Klaus-Michael Kühne zu Wort - und hat ein paar konkrete Anweisungen an den Präsidenten seines Herzensvereins.

Kühne stellt konkrete Forderungen

Genauer gesagt: Fünf Anweisungen. Diese formulierte Kühne gegenüber der "Bild" und rückt Jansen damit noch mehr in den Fokus der Zukunftsdiskussionen.

Punkt eins auf Kühnes Agenda: Die "Stabilisierung der finanziellen Verhältnisse" beim HSV. Dieses Projekt wurde in der Vergangenheit bereits in Angriff genommen. Von riesigen Verpflichtungen wurde Abstand genommen, es soll eine Gehaltsobergrenze etabliert werden. Dieses Projekt soll Jansen - auf Wunsch von Kühne - weiter vorantreiben.

Punkt zwei: "Beteiligung von Mitgliedern und Fans des e.V. am Kapital der AG." Den Fans soll für ihre Treue quasi etwas zurückgegeben werden.

Punkt drei: Eine "Neuformierung des Aufsichtsrats" durch die Berufung von Personen, die besonders kompetent und entscheidungsfreudig sind.

Punkt vier: Die neue Bildung eines Vorstandes, "der führen kann und keine desolaten Zustände zulässt, wie sie ab Februar dieses Jahres den Aufstieg in die Bundesliga verhindert haben."

Punkt fünf: "Sicherstellung einer kompetenten und erfolgsorientierten sportlichen Führung, wozu die Berufung des zuständigen Managements, des Trainers und die Formierung einer neuen, erfolgshungrigen Mannschaft" gehören müsse.

Harte Kritik an Ex-Vorstand und Mannschaft

Damit schießt Kühne, der ja bereits im Februar angekündigt hatte, dass er für einen Bundesliga-Aufstieg der Hamburger schwarzsehe, auch gegen Ex-Trainer und Ex-Bosse des Vereins scharf nach. Besonders in Punkt vier ist klar formuliert, dass er dem damaligen Vorstand eine Hauptschuld an der missratenen Saison gibt.

Aber auch die Spieler bekommen ihr Fett weg. Aus dem fünften Punkt lassen sich Zweifel Kühnes an der Motivation des Kaders der vergangenen Saison erkennen. Diese ist jedoch nun abgehakt, der Fokus liegt auf der kommenden Spielzeit - und dass es da dann besser läuft, dafür soll Marcell Jansen sorgen. "Dies sind alles Herkules-Aufgaben", gibt Kühne gegenüber der "Bild" zu.

Viel Lob für Präsident Jansen

Immerhin: Der Investor findet lange nicht alles schlecht beim HSV. Eine Personalie bewertet er sogar besonders gut: eben Jansen als Präsident. "Ich schätze Marcell Jansen sehr. Nicht zuletzt, weil er als Vereinspräsident des HSV über große sportliche Erfahrung verfügt und ein großer Sympathieträger ist, und daher den rechten Einfluss auf die HSV Fußball AG ausüben kann."

Die Beziehung zwischen Präsident und Investor ist also sehr gut. Außerdem soll Jansen ein gutes Verhältnis zum Aufsichtsrats-Chef Max-Arnold Köttgen und zu Markus Frömming, der als enger Kühne-Vertrauter gilt, haben. Nun ist es an Jansen selbst, die Forderungen "Kühne-gerecht" umzusetzen.

Noch eine Saison in der zweiten Liga akzeptiert der Investor sicher nicht.

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