Balingen-Weilstetten bleibt in Bundesliga - Bildquelle: SID-SID-PIXATHLONBalingen-Weilstetten bleibt in Bundesliga © SID-SID-PIXATHLON

Balingen (SID) - Der HBW Balingen-Weilstetten hat mit seinem Gang vor das Landgericht Dortmund Erfolg gehabt und ist vorläufig für den Spielbetrieb der Handball Bundesliga (HBL) zugelassen. Der Argumentation des Klubs wurde vollständig gefolgt und der einstweiligen Verfügung stattgegeben. Dies teilte der Verein mit. Dabei spielt es keine Rolle, ob der HSV Hamburg am Dienstag die Auflagen für den Lizenzerhalt erfüllen kann.

Balingen war sportlich abgestiegen, hatte nach der zweimaligen Lizenzverweigerung für den HSV aber wieder erstklassig geplant. Durch den überraschenden Erfolg der Hamburger vergangene Woche vor dem HBL-Schiedsgericht drohte erneut der Gang in die 2. Liga. Doch Balingen leitete rechtliche Schritte ein - mit Erfolg.

"Unser Dank gilt insbesondere unseren juristischen Partnern Helge Käding aus Minden, Alexander Wild aus Stuttgart und Hans-Jörg Schwab aus Balingen", sagte HBW-Geschäftsführer Bernd Karrer. Die HBL war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Ligaführung hatte dem letztjährigen Champions-League-Gewinner Hamburg nach dem Saisonende zweimal wegen gravierender finanzieller Unterdeckung die Lizenz für die kommende Spielzeit verweigert. Das unabhängige Bundesliga-Schiedsgericht erteilte den Hanseaten dann aber doch noch in letzter Instanz die Spielerlaubnis für den Fall, dass bis zum 1. Juli (17.00 Uhr) alle Auflagen erfüllt werden.

Schätzungen zufolge müssen die Norddeutschen bis zum Stichtag Patronatserklärungen vorweisen können, die das aktuelle Defizit von rund 4,5 Millionen Euro abdecken.

Ein HBL-Aus für die Balinger hätte zur Folge gehabt, dass die HG Saarlouis aus der 2. Liga abgestiegen wäre. Deshalb zogen auch die Saarländer vor das Landgericht Dortmund und erhielten ebenfalls die vorläufige Zulassung.

"Ich bin hocherfreut. Das Gericht hat die Zwangslage, in die wir durch die Gesamtsituation um die Lizenzierung des HSV Hamburg geraten sind, zu unseren Gunsten beurteilt", sagte HGS-Manager Richard Jungmann: "Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass die HBL weitere Rechtsmittel gegen diese Entscheidung einlegen wird."

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