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München - DTM-Chef Gerhard Berger möchte weitere Automobilhersteller für seine Rennserie (die Saison 2020 live in SAT.1 und auf ran.de) gewinnen.

"Im Kern stellt sich die Frage: Wie können wir mehr Hersteller in die Serie ziehen, um eine größere Markenvielfalt und mehr Wettbewerb zu schaffen?", sagte Berger im Interview mit "Motorsport aktuell".

"Ich finde das besorgniserregend"

In der heutigen Zeit sei es allerdings schwierig, Automobilhersteller zu einem Einstieg zu bewegen.

"Die Beliebtheit von Sportarten verläuft immer in Wellen. Aus Sicht der Automobilhersteller kommt dazu, dass sie im Moment mit so vielen anderen Herausforderungen konfrontiert sind, dass der Motorsport zum Rand-Thema wird. Ich finde das besorgniserregend", erklärte der ehemalige Formel-1-Fahrer.

Vor allem das Thema Umwelt würde die Automobilhersteller vereinnahmen.

"Ich bin absolut dafür, dass wir uns alle Gedanken über die Umwelt machen und dass jeder aufgefordert ist, seinen Beitrag zu leisten", führte Berger aus, erwartet aber, dass ein Spagat zwischen Umweltschutz und Motorsport gelingt.

"Es muss einen Mittelweg zwischen dem totalen Verzicht und verantwortungsvollem Umgang mit dem Problem geben. Mit diesem Thema kämpfen die Hersteller heute, und da bleibt für den Rennsport nicht mehr so viel Zeit und Einsatz übrig wie früher."

Berger zufrieden mit Zuschauerzahlen

Berger vermisst vor allem die Bereitschaft bei den deutschen Unternehmen: "Wo ist die deutsche Automobilindustrie - außer BMW und Audi natürlich? Die DTM ist nach der Formel 1 und der NASCAR die größte und beste Plattform für Hersteller."

Hierfür nimmt Berger die Zuschauerzahlen als Indikator: "Jedes zweite Wochenende schauen allein in Deutschland bis zu 1,5 Millionen Leute am Fernseher DTM. Vor Ort sind es zwischen 25.000 und 50.000 Zuschauer."

Überhaupt sei er mit der Beliebtheit der Rennsportserie sehr zufrieden: "Wir haben einen schönen Trend bei den Reichweiten, egal ob bei den Fans an der Rennstrecke oder in den TV-Zahlen."

Insgesamt habe die DTM "betriebswirtschaftlich ein gutes Jahr hinter sich".

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