Rene Rast will 2021 auch in der DTM fahren. - Bildquelle: imago images/HochZweiRene Rast will 2021 auch in der DTM fahren. © imago images/HochZwei

München – Gerhard Berger hat viel vor mit der neuen DTM (live und exklusiv in SAT.1 und auf ran.de). 2021 soll die Rennserie mit einem neuen (GT3-)Reglement, neuen Autos und neuen Marken durchstarten.

Dafür braucht der Serienchef Gesichter. Stars. Typen. Aushängeschilder.

Da wird es den Österreicher freuen, dass der erfolgreichste DTM-Fahrer der vergangenen Jahre ein Bekenntnis zur neuen DTM abgegeben hat: Meister Rene Rast will auch in Zukunft dabei sein. 

Das verkündete der zweimalige Champion am Dienstag nach der Bekanntgabe seines Formel-E-Engagements, er tritt 2021 mit Audi in der Elektrorennserie (ab dem 16. Januar 2021 live in SAT.1 und auf ran.de) an.

Beide Programme kombinierbar?

"Mein Haupt-Motorsportprogramm mit Audi für 2021 ist die Formel E, aber natürlich bin ich auch an der DTM interessiert. Im Moment müssen wir abwarten und schauen, ob es möglich ist, beide Programme auf eine gewisse Art und Weise zu kombinieren", schrieb er auf Instagram.

Dass Audi am Rast festhält, ist nur richtig und logisch. Immerhin arbeitet Rast gerade fleißig an seiner dritten Tourenwagen-Meisterschaft: Vor dem Finale in Hockenheim (6.-8. November) liegt Rast in Führung, er hat 19 Punkte Vorsprung auf seinen Audi-Kontrahenten Nico Müller. Rast hatte bereits 2017 und 2019 den Titel geholt.

Ursprünglich wollte der 34-Jährige seine Karriere ja in der DTM beenden, der Audi-Ausstieg machte den Plänen aber zunächst einen Strich durch die Rechnung. Nach dem Ende der Saison ist die Class-1-Ära bekanntlich Geschichte, Audi und BMW steigen aus und 2021 wird die DTM mit einem GT3-Reglement fortgeführt, ohne die bisherige Werksunterstützung, sondern mit Teams als Mittelpunkt der Serie.

Doch Rast ist bereit für ein Doppel-Programm und damit auch für die Fortsetzung seiner Titeljagd.

Für Berger wäre es für den Neustart unter GT3-Reglement immens wichtig, jemanden wie Rast weiter an Bord zu haben.

Wobei das in erster Linie an zwei Dingen hängt: Zum einen an den Kalendern der beiden Serien, denn gibt es Überschneidungen, geht die Formel E vor. Wann die neue DTM ihre Rennen austrägt, steht noch nicht fest, die Elektrorennserie hatte zuletzt ihren Kalender neu ausgerichtet und die ersten vier Rennen bestätigt. Die restlichen Terminierungen sind noch offen.

Und dann wäre da die Frage nach dem Team. Wie erwähnt müssen die für ihr Budget selbst aufkommen und dementsprechend auch Fahrer wie Rast finanzieren. Bedeutet daher auch: Es wird schwieriger, Stars in die Serie zu locken.

Unterstützung durch Audi

Im Fall des Titelverteidigers könnte es aber sein, dass hier die angekündigte Unterstützung durch Audi greift. Die Ingolstädter hatten (wie BMW auch) Berger und auch den Teams Support zugesagt, was bei Rast dazu führen könnte, dass ein Team auf die Dienste des 34-Jährigen zurückgreifen kann und Audi die Bezahlung übernimmt.

In der DTM geht Rast für Rosberg an den Start, in der Formel E arbeitet er 2021 mit Abt zusammen. In der Vergangenheit fuhr er auch schon für Phoenix. Alle drei Audi-Teams haben ihr Interesse bestätigt, in der neuen DTM an den Start gehen zu wollen.

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