München/Portimao - Am Super Motorsport Samstag auf ProSieben ist es soweit: Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb wird sich im AF-Corse-Ferrari in Portimao erstmals dem stärksten DTM-Feld seit vielen Jahren stellen.

Doch wie erleben die DTM-Piloten den Auftritt des 48-jährigen Franzosen, der vom Rennsport nicht genug kriegen kann?

"Er ist ein großer Name und auch für mich ein Held meiner Kindheit", sagt Titelverteidiger Maximilian Götz. "Man kann ihm mit Michael Schumacher oder Valentino Rossi bei den Motorrädern vergleichen. Einer der absoluten Topfahrer des Motorsports."

Und plötzlich steht der Mann, den man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, direkt neben dir. "Ich habe heute morgen mit ihm gesprochen, und er ist ganz lustig", verrät der Winward-Mercedes-Pilot.
"Ich habe zu ihm gesagt: 'Bleib besser am Asphalt und halte dich vom Schotter fern.' Ich glaube, er weiß, was zu tun ist."

Der Super Motorsport Samstag ab 12:30 Uhr live auf ProSieben mit DTM-Saisonstart und Formel E aus Monte Carlo

Eng über Asphaltspezialist Loeb: GT3-Auto "anderes Biest"

Dass Loeb, der seit über einem Jahrzehnt nicht mehr in einem GT3-Auto saß, nun gegen die Elite in dieser Disziplin antritt, ringt Götz Respekt ab. Was er ihm zutraut?

"Er ist sehr stark und ich glaube, dass er sich recht schnell auf die für ihn neuen Autos einstellen wird", sagt Götz. "Und auch Ferrari sieht stark aus. Ich glaube also, dass wir gutes Racing und eine gute Leistung von ihm sehen werden."

Auch DTM-Rückkehrer Philipp Eng, der dieses Jahr im Schubert-BMW sitzt und bereits einen Sieg auf seinem Konto stehen hat, traut Loeb einiges zu. "Er ist GT-Autos natürlich nicht so gewohnt, aber er weiß definitiv, wie man auf Asphalt schnell ist", weiß der Österreicher um Loebs Ruf als Asphaltspezialist. "Da ist er im Rallye-Sport immer noch sehr schnell."

Ein GT3-Bolide sei zwar "ein anderes Biest" als ein WRC-Auto, "aber bei seinem Talent und seinen Fähigkeiten bin ich mir sicher, dass wir ihn weit vorne sehen werden", glaubt Eng, der auch einen persönlichen Bezug zu Loeb hat.

Preining: "Loeb muss nichts mehr beweisen"

"Ich bin ein großer Fan", erzählt er. "Früher, als die ersten WRC-Videospiele herauskamen, fuhr ich immer sein Auto. Ich war damals also sozusagen Citroen-Fahrer. Es ist unglaublich, einen Typen von seinem Format in der DTM zu haben. Und es ist eine große Ehre für uns alle, dass er sich entschieden hat, hierher zu kommen und sich diesem enormen Wettbewerb zu stellen."

Aber ein großer Name bedeutet auch zusätzlichen Druck, denn Loeb wird das ganze Wochenende über im Fokus der Öffentlichkeit sein. Bernhard-Porsche-Pilot Thomas sieht die Angelegenheit allerdings ein bisschen anders: "Er muss nichts beweisen, denn er hat alles gewonnen, was man gewinnen kann - speziell in seiner Hauptdisziplin."

Was Preining, der großen Respekt vor Loebs Entscheidung hat, sich der DTM zu stellen, dem Superstar zutraut? "Er ist definitiv ein sehr guter Fahrer, und auch das Auto ist exzellent. Ich bin sicher, dass wir ihn im Vorderfeld sehen", sagt der Österreicher.

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