Nico Müller. - Bildquelle: imago images / PakuschNico Müller. © imago images / Pakusch

Lausitzring – Plötzlich herrscht wieder Hochspannung in der DTM. Ein Technik-Drama bei Tabellenführer René Rast sorgte beim 13. Saisonrennen auf dem Lausitzring dafür, dass der Meister von 2017 trotz Pole Position leer ausging.

Bitter für ihn: Sein größter Titelrivale nutzte Rasts Probleme eiskalt aus. Heißt: Es geht wieder enger zu im Titelkampf.

Audi-Dreifachsieg

Nico Müller staubte souverän ab und fuhr seinen zweiten Saisonsieg ein, mit dem er den Rückstand auf Rast auf 14 Punkte verkürzte. Zweiter wurde sein Teamkollege Robin Frijns, Mike Rockenfeller rundete den Audi-Dreifachsieg ab.

Rast war natürlich frustriert. "Ich kann es nicht erklären, ein technischer Defekt. Ich hatte keine Servolenkung und keine Leistung mehr, Das ist frustrierend für die Meisterschaft. Das hat einen extremen Einfluss, das ist eine Katastrophe. Es hat keinen Sinn gemacht, weiterzufahren", sagte er.

Rast führt fünf Rennen vor dem Saisonende die Fahrerwertung weiterhin mit 209 Punkten an. Müller hat nun 195 Zähler auf dem Konto. Marco Wittmann (BMW), der Vierter wurde, kommt auf 159 Punkte. Sein Markenkollege Philipp Eng wurde hinter Mike Rockenfeller Fünfter und ist mit 139 Zählern Gesamtvierter. 140 Punkte sind insgesamt noch zu vergeben.

Hinter dem Quintett fuhr Loic Duval im Audi auf Platz sechs, Siebter wurde Pietro Fittipaldi (WRT) vor dem BMW-Duo Joel ERiksson und Bruno Spengler sowie Jamie Green (Audi).

Starker Rast-Start

Audi hatte eine starke Ausgangsposition mit vier Autos ganz vorne. Rast behielt nach dem Start die Führung, Müller schob sich einen Platz nach vorne, ihm saß Wittmann im Nacken. Damit lagen die drei Titelkandidaten sofort auf Tuchfühlung.

Rast managte seine Führung zunächst souverän, 0.5 Sekunden vor Müller und wiederum eine halbe Sekunde vor Wittmann. Dahinter: Green, Frijns und Eng.

In der siebten Runde das Rast-Drama: Sein Audi wurde immer langsamer, der Bolide rollte zunächst aus, ehe Rast dann doch wieder weiterfahren konnte. Er fiel ans Ende des Feldes zurück und kam wenig später endgültig in die Box.

Das war die Chance für Müller, der sich von Wittmann ein wenig absetzen konnte. Der BMW-Pilot reagierte in der 13. Runde auf einen Undercut, einen frühen Stopp von Frijns, kam zum Pflicht-Boxenstopp, ehe Müller in Runde 14 nachzog. Wittmann fiel hinter Frijns zurück, Müller behielt die Führung.

20 Minuten vor dem Ende hatte Müller 1,2 Sekunden Vorsprung vor Frijns, der Wittmann wacker hinter sich hielt. In der Schlussphase legte sich Rockenfeller Wittmann zurecht, nach einigen Versuchen ging er schließlich außen am BMW-Konkurrenten vorbei.

So geht es weiter

Am Sonntag zeigt ran.de das Qualifying zum 14. Saisonrennen ab 10:20 Uhr. Die Übertragung des Rennens in SAT.1 beginnt auf dem Lausitzring um 13:00 Uhr, das Rennen um 13:30 Uhr. Kommentator ist Edgar Mielke, ihm zur Seite steht als Experte Timo Scheider. Moderatoren sind Andrea Kaiser und Matthias Killing.

Das Rennen läuft auch im Livestream auf ran.de. Besonderheit der Online-Übertragung: Im Stream gibt es keine Werbung.

Am Sonntag wird übrigens gefeiert: Das 500. Rennen in der Geschichte der Serie steht an. "Selbstverständlich gab es Höhen und Tiefen, aber die Fans sind der DTM immer treu geblieben. Diese Treue ist für uns Verpflichtung und Ansporn zugleich, die DTM für die Zukunft weiterzuentwickeln – damit wir alle gemeinsam diese Erfolgsgeschichte noch lange weiterschreiben dürfen", sagte DTM-Chef Gerhard Berger.

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