Bestzeit für Loic Duval. - Bildquelle: imago images / PakuschBestzeit für Loic Duval. © imago images / Pakusch

Assen – Audi hat zum Auftakt in Assen das Tempo vorgegeben. Im ersten freien Training im Rahmen des fünften Rennwochenendes auf dem TT Circuit (live und exklusiv in SAT.1 und auf ran.de) landete ein Trio aus Ingolstadt ganz vorne: Loic Duval fuhr in 1:26,700 Minuten die erste Bestzeit des Wochenendes, gefolgt von seinen Markenkollegen Nico Müller und Robin Frijns.

Gute Nachrichten für Glock

Gute Nachrichten gab es in der "Cathedral of Speed" mal wieder für den zuletzt gebeutelten Timo Glock. Der BMW-Star fuhr in der ersten Session auf den vierten Platz. Der 37-Jährige ist in dieser Saison bislang glücklos geblieben, hat mit dem Titelkampf bei 23 Punkten und Gesamtplatz zwölf schon jetzt nichts mehr zu tun.

"Assen ist Neuland für uns, und ich hoffe, dass dort das Glück zurückkommt und wir wieder einmal ein reibungsloses Wochenende haben werden", hatte Glock im Vorfeld erklärt.

Wer seine starke Form unter Beweis stellte, ist Duval. Nach zwei schwierigen Jahren fährt der Franzose in seinem dritten Jahr konstant vorne mit. Warum? "Weil der Audi RS 5 DTM auf jeden Fall durchweg gut ist. Aber es genauer zu erklären ist schwierig. Ich habe den Ingenieur gewechselt. Für mich ist er neu, aber er hat sehr viel Erfahrung in der DTM. Vielleicht ist das einer der Gründe. Letztes Jahr hatte ich einen wirklich guten Ingenieur, aber der war in der DTM ein Neuling", sagte Duval.

Hinter Glock war das Feld bunt gemischt. Glocks Markenkollege Marco Wittmann wurde Fünfter vor Pietro Fittipaldi im Audi des Kundenteams WRT. Daniel Juncadella belegte für Neuling Aston Martin einen starken sechsten Platz.

Für die meisten Fahrer war Assen vor dem heutigen Trainingstag tatsächlich Neuland, die DTM fährt zum ersten Mal dort. In der modernen Motorsport-Ära ist das aber kein Problem mehr.

"Vor fast 20 Jahren habe ich MotoGP auf der Playstation gespielt und bin dabei auch in Assen gefahren", verrät Mike Rockenfeller. "Das mache ich vor dem Rennen vielleicht wieder. Im Ernst: Die beste Vorbereitung ermöglicht natürlich unser Simulator in Neuburg. Da kann man schon vorab alles testen, was man dann im echten Auto ausprobieren möchte."

Wie zu erwarten waren die Track Limits bei den ersten Ausritten am Freitag ein Thema, denn viele Fahrer missachteten diese, vor allem in Kurve eins, die Mitteilungen stauten sich auf dem Zeitenmonitor, die Rundenzeiten wurden massenhaft gestrichen. Der Grund: Die flachen Randsteine, die das großzügige Ausloten der Linien erst möglich machen.

Rast führt die Tabelle an

Zu den Favoriten in Assen gehört unter anderem Audi-Werksfahrer René Rast. Der DTM-Champion von 2017 baute seine Führung (127 Punkte) in der Gesamtwertung dank eines Sieges und eines siebten Platzes am vergangenen Rennwochenende auf dem Nürnberger Norisring weiter aus. Im Training fuhr er zum Auftakt auf Platz neun.

Der Tabellenführer bestreitet am Sonntag in Assen sein 50. DTM-Rennen. Mit drei Siegen, fünf Podiumsplatzierungen und drei Pole-Positions ist Rast der erfolgreichste Fahrer der neuen Turbo-Ära in der DTM. Insgesamt hat der DTM-Champion des Jahres 2017 bisher 13 DTM-Rennen gewonnen, neun Pole-Positions geholt, fünfmal die schnellste Runde gedreht und 564 Punkte gesammelt – im Schnitt 11,75 Punkte pro Rennen. 

Er führt vor seinem Markenkollegen Nico Müller (102 Punkte). Bester Pilot aus dem Hause BMW ist derzeit Philipp Eng, der mit 101 Zählern Dritter der Gesamtwertung ist.

So geht es weiter

Neu im Gegensatz zu 2018: Es gibt eine zweite Session, die 30 Minuten dauert. Sie gibt es live ab 16.20 Uhr auf ran.de und auf Facebook zu sehen.  

SAT.1 überträgt Samstag ab 10 Uhr im Livestream auf ran.de das Qualifying. Die DTM-Übertragung in Sat.1 beginnt in Assen um 13 Uhr, das neunte Saisonrennen um 13.30 Uhr. Kommentator ist Eddie Mielke, ihm zur Seite steht als Experte Timo Scheider. Moderatoren sind Andrea Kaiser und Matthias Killing.

Die DTM gibt es live und exklusiv in SAT.1 und auf ran.de

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