Klopft Luca Stolz wirklich nochmal im Titelkampf der DTM 2022 (Rennen Sa. und So. jeweils ab 13 Uhr live auf ProSieben und ran.de) an? Der deutsche HRT-Mercedes-Pilot fuhr am Freitag in Hockenheim in 1:37.374 Minuten zur deutlichen Tagesbestzeit und distanzierte dabei das restliche Feld um rund drei Zehntelsekunden.

Stolz untermauert mit dieser Vorstellung auch die vermeintliche Favoritenrolle, die Mercedes-AMG inne hat. Im zweiten Freien Training am Freitagnachmittag sorgte Markenkollege Lucas Auer für eine Doppelführung der Affalterbacher. Die zweitschnellste Zeit des Tages gelang jedoch Abt-Audi-Pilot Kelvin van der Linde mit seiner FT1-Bestzeit (1:37.652 Minuten).

Und wie sieht es mit den fünf Titelkandidaten aus? Die Rundenzeiten sind in den Freien Trainings erwartungsgemäß wenig aussagekräftig. Doch die konstanteste Leistung legte am Freitag Grasser-Lamborghini-Pilot Mirko Bortolotti an den Tag.

Der Austro-Italiener erreichte in beiden Trainingssessions den dritten Rang. Kann er das Blatt noch einmal zu seinen Gunsten drehen? Immerhin weiß Bortolotti, wie man auf dem Hockenheimring gewinnt. Im Vorjahr holte er im badischen Motodrom zusammen mit Lamborghini-Werksfahrer Marco Mapelli einen Sieg im ADAC GT Masters.

Rene Rast verpasst in beiden Trainings die Top 10

Auch Auer kann man Platz zwei am Nachmittag nach der achten Position in der ersten Session zufrieden in die beiden Renntage gehen. Sein österreichischer Landsmann Thomas Preining schaffte es ebenfalls in beiden Trainings in die Top 10. Am Mittag wurde der Bernhard-Porsche-Pilot Zweiter, am Nachmittag reichte es zu Rang neun.

Ähnlich wie Auer, gelang auch dem Gesamtführenden Sheldon van der Linde eine Steigerung im 2. Freien Training. Während der Schubert-BMW-Pilot aus Südafrika im FT1 nur auf P18 landete, wurde er am Nachmittag guter Fünfter. Der dreifache DTM-Champion Rene Rast hingegen verpasste in beiden Sessions als 13. die ersten Zehn.

"Ich weiß nicht, auf welcher Position wir angekommen sind, aber es hat nicht gereicht für ganz vorne. Da müssen wir für morgen noch ein bisschen zulegen. Das Ziel sollte natürlich sein, morgen ganz vorne zu stehen, da haben wir noch ein bisschen Arbeit vor uns", sagt Rast.

"Aber generell haben wir glaube ich die Testpunkte, die wir uns vorgenommen haben, abgearbeitet. Das war das Wichtigste." Einen guten Tag erwischte auch DTM-Debütant Christian Engelhart. Der SSR-Porsche-Pilot darf in Hockenheim als Ersatzmann für den Belgier Laurens Vanthoor einspringen. In beiden Trainings fuhr Engelhart auf einen beachtlichen siebten Rang.

Tracklimits in Hockenheim ein Thema

Auch in Hockenheim besticht die DTM wieder mit einer großen Leistungsdichte. In beiden Trainings lagen die Top 22 innerhalb von einer Sekunde. Bei schönem Herbstwetter und Temperaturen knapp unter 20 Grad Celsius waren vor allem die Tracklimits ein Thema.

Untersucht werden an beim Final-Wochenende in Hockenheim die Kurven 1, 6 (Fahrer müssen mit den kurveninneren Reifen auf dem blau-weißen Randstein bleiben), 11 (Fahrer dürfen den gelben Kerb berühren, aber nicht überfahren) und 16 (Fahrer müssen mit den kurveninneren Reifen auf dem blau-weißen Randstein bleiben).

Schon in der ersten Session wurden insgesamt 60 Rundenzeiten gestrichen. Auch im Qualifying löscht die Rennleitung Zeiten bei entsprechenden Vergehen. Im Rennen am Samstag drohen den Fahrern bei zu häufigem Überschreiten der Tracklimits Grid-Strafen für den Sonntagslauf. Am Sonntag hingegen werden 5-Sekunden-Zeitstrafen ausgesprochen.

Am Samstagmorgen geht es beim DTM-Finale in Hockenheim mit dem 1. Qualifying um 10:05 Uhr weiter. Das Rennen startet wie gewohnt um 13:30 Uhr.

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