München - Große Überraschung bei WRT-Audi: Das Audi-Kundenteam tauscht nur zwei Wochen vor dem DTM-Saisonauftakt in Spa-Francorchamps Ed Jones gegen Harrison Newey aus!

Der Sohn von Red-Bull-Stardesigner Adrian Newey testete bereits am Finaltag der ITR-Versuchsfahrten auf dem Nürburgring den Audi RS5. Damals hieß es von WRT aber noch, dass der 21-Jährige "keine Perspektive" auf ein Renncockpit habe und nur fahre, weil Jones in Dubai festsitze.

"Ed fehlt nur beim Test, aber er wird für unser Team fahren", teilte eine WRT-Sprecherin auf Anfrage von "Motorsport-Total.com" damals mit. Doch nun kommt es doch anders! In der Pressemitteilung erklärt WRT, dass Jones trotz der Bestätigung "am Ende doch nicht in der Lage war, in der DTM anzutreten". Mehr wollte das belgische Team auf Anfrage nicht dazu sagen.

Newey trifft bei WRT erneut auf Habsburg

Newey, der mit der Startnummer zehn und einer blau-gelben Beklebung in die Saison (ab 1. August live in SAT.1) gehen wird, freut sich auf die neue Aufgabe. "Das Team hat eine fantastische Debütsaison hinter sich und hat bereits viel Erfahrung. Hoffentlich können sich mich daran teilhaben lassen, da das mein Rookie-Jahr ist", sagt der Neuling, der erst einen Tag im DTM-Auto saß.

"Ich kann es gar nicht erwarten, in Spa loszulegen. Nach der langen Pause gibt es keinen besseren Ort dafür als eine der besten Strecke der Welt", so Newey, der es als "eine Ehre" empfindet, "in so einer so geschichtsträchtigen Rennserie an den Start zu gehen".

Im teaminternen Duell wird sich Newey, der im Januar mit DragonSpeed beim 24-Stunden-Rennen von Daytona die LMP2-Klasse für sich entschieden hatte, mit dem Schweizer Fabio Scherer und einmal mehr mit Ferdinand Habsburg messen.

Die beiden kennen einander aus der Formel 3, als der Österreicher für Carlin und der Brite für Van Amersfoort fuhr. Damals hätte Habsburg auf Platz sieben übrigens die Nase vor Newey, der die Meisterschaft als Elfter beendete.

Zukunft von Ed Jones unklar

Was jetzt aus dem 25-jährigen Jones wird, ist unklar. Der in Dubai lebende Staatsbürger der Vereinigten Arabischen Emirate, der aber britische Wurzeln hat, hatte ursprünglich vorgehabt, in der US-amerikanischen IndyCar-Serie Karriere machen.

Nachdem er 2017 "Rookie of the Year" war, fehlte vor allem die Konstanz. 2019 brach er sich beim ersten Rennen zu allem Überdruss auch noch die Hand und trat abgesehen vom Indy 500 nur noch auf den Straßenkursen an.

Diese enttäuschende Entwicklung sorgte schließlich dafür, dass er 2020 in der DTM einen Neustart hinlegen wollte. Jones testete gemeinsam mit Scherer Mitte Dezember beim Young-Driver-Test in Jerez und erwies sich als durchaus schnell.

"Ed hat viel Erfahrung", meinte WRT-Teamchef Vincent Vosse damals im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Er fuhr in der IndyCar-Serie und wurde vor ein paar Jahren sogar Dritter beim Indy500. Er kommt also mit einer Serie wie der DTM gut klar. Er ist sehr ruhig, hat die richtige Einstellung. Ich glaube, dass er sehr gut zur Serie passt, das richtige Profil und die richtige Herangehensweise hat."

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