Talent Leon Köhler darf sich auf sein zweites DTM-Wochenende freuen - Bildquelle: Motorsport ImagesTalent Leon Köhler darf sich auf sein zweites DTM-Wochenende freuen © Motorsport Images

Nach seinem bärenstarken DTM-Debüt in Spielberg wird Leon Köhler auch beim Saisonfinale in Hockenheim als Ersatz für Esteban Muth im Walkenhorst-BMW mit der Startnummer 10 sitzen. Das hat das Team auf 'Instagram' bekanntgegeben.

"Wir freuen uns sehr, bekanntgeben zu dürfen, dass Leon Köhler erneut bei uns im Auto #10 fährt", heißt es dort. "Er hat bei seinem Debüt auf dem Red-Bull-Ring eine sehr gute Performance gezeigt und wir können es nicht erwarten, dass er wieder bei uns ist."

Der 23-jährige Köhler hatte in Spielberg ohne Vorerfahrung den M4 GT3 von Muth, der sich laut Angaben des Teams beim Kampfsport eine Ohrenverletzung zugezogen hatte, übernommen und beeindruckte beim Samstags-Qualifying mit Platz zwölf als bester BMW-Pilot.

Abtrocknende Strecke verhinderte am Sonntag Punkte

Im Rennen wäre er ohne seinen technikbedingten Ausfall kurz vor Schluss im Bereich von Platz 16 ins Ziel gekommen. Zum Vergleich: Sein renommierter Teamkollege Marco Wittmann, der zweimal den DTM-Titel geholt hat, wurde 14.

Und am Sonntag bewies Köhler im Qualifying trotz sintflutartiger Regenfälle als Elfter seinen Speed und kam als 13. ins Ziel. Der Youngster war auf Kurs zu Platz sieben gewesen, aber durch die abtrocknende Strecke wurde er am Ende wie Rene Rast mit Regenreifen durchgereicht. Am Ende fehlten ihm weniger als drei Sekunden auf Wittmann, der Zwölfter wurde.

"Leider ist unser Plan nicht aufgegangen", schrieb er auf 'Instagram'. "Diejenigen, die auf Slicks gewechselt haben, hatten am Ende einen großen Vorteil. Deshalb bin ich in den letzten Minuten des Rennens auf Platz 14 zurückgefallen", so Köhler, der durch die Strafe für Maximilian Götz um einen Platz aufrückte.

So kam Köhler zum Spontan-Einsatz in Spielberg

Wie er überhaupt zum spontanen Einsatz in Spielberg kam? "Ich habe erfahren, dass Esteban Muth durch eine OP ausfällt", erzählt er 'Motorsport-Total.com'. "Das habe ich Andre (Dannenberg, Köhlers Manager; Anm. d. Red.) weitergeleitet, der sehr gute Kontakte hat. Er hat den Chef von Walkenhorst angeschrieben, ob etwas möglich ist und sie noch immer einen Fahrer suchen."

Eine Nachricht, die sich für Köhler, der über keinen großen Geldkoffer verfügt, ausgezahlt hat. "Sie haben gesagt, dass sie noch auf der Suche sind", erzählt er. "Und dann hat sich das so ergeben." An seinem zweiten DTM-Wochenende in Hockenheim will sich der Osnabrücker nun für ein Einsatzcockpit in der kommenden Saison empfehlen - und seine ersten Punkte in der DTM einfahren.