Geisterrennen in der DTM? Das kann sich Gerhard Berger nicht vorstellen. - Bildquelle: HankookGeisterrennen in der DTM? Das kann sich Gerhard Berger nicht vorstellen. © Hankook

München - Während man in der Formel 1 in Zeiten der Coronavirus-Pandemie über Geisterrennen ohne Publikum nachdenkt, schließt DTM-Boss Gerhard Berger dieses Szenario für die DTM aus. "Unsere Kunden heißen Fans. Und wenn die Fans nicht da sind, gibt es keine Rennen", spricht der Vorsitzende der DTM-Dachorganisation ITR gegenüber 'ServusTV' Klartext.

Dennoch sollte man, so der Österreicher, die Wirtschaft möglichst rasch wieder in Gang setzen - und da gehören auch Großveranstaltungen dazu. "Momentan bin ich der Meinung, dass jeder Verständnis hat dafür, dass man nicht 50.000 oder 100.000 Leute an einem Platz versammeln kann", sagt Berger.

Berger: Müssen die Wirtschaft ankurbeln

"Aber grundsätzlich bin ich dafür, dass wir so schnell wie möglich in die Gänge kommen, so schnell wie möglich - und da gehören auch die Events zum Beispiel dazu - wirtschaftlich wieder unseren Beitrag leisten, um alle unsere Arbeitsplätze zu halten. Wir müssen einfach schauen, dass wir nicht am Ende des Tages nach dieser Coronakrise in die nächste Krise schlittern."

Derzeit sitzt aber auch Berger in seinem Haus in Söll in Tirol fest und arbeitet aus dem Homeoffice - eine für den 60-Jährigen völlig ungewohnte Situation. "Ich habe eigentlich immer aus dem Koffer gelebt. Ich habe immer in Hotels gewohnt und in Gasthäusern mittag- und abendgegessen. Und war dann halt zwischendurch zuhause. Jetzt ist es genau umgekehrt: Ich lerne mein Haus kennen", schmunzelt er.

Was wird aus der DTM-Saison?

Die DTM soll laut dem überarbeiteten Kalender von 10. bis 12. Juli auf dem Norisring in Nürnberg in die Saison starten. Die Entscheidung, ob es tatsächlich dazu kommt, will der veranstaltende Motorsport Club Nürnberg (MCN) noch diese Woche gemeinsam mit der ITR treffen.

Gesetzlich sind derzeit in Bayern nur Veranstaltungen bis zum 19. April abgesagt - über den Zeitraum danach soll erst entscheiden werden. Durch die enormen Kosten des Aufbaus würde man in Nürnberg aber ein enormes Risiko eingehen, wenn man grünes Licht gibt.

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