Spielberg - Statt für eine Vorentscheidung im Rennen um den Fahrertitel der DTM 2022 zu sorgen, haben die beiden Rennen auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg an diesem Wochenende zu einer dramatischen Zuspitzung des Titelkampfs geführt.

Fünf Piloten, die in der Meisterschaftswertung nur durch 16 Punkte voneinander getrennt sind (zur Fahrerwertung), haben beim Saisonfinale in Hockenheim (7. bis 9. Oktober) mehr als realistische Titelchancen.

Einer von ihnen ist Thomaes Preining. Nach seinem zweiten Saisonsieg im Sonntagsrennen von Spielberg mischt der Porsche-Pilot aus dem Team von Timo Bernhard in seiner ersten DTM-Saison voll im Titelrennen mit. "In letzter Zeit läuft es echt gut. Wir sind jetzt in einer Position, aus der wir gewinnen können", sagt der Österreicher.

Und verspricht für die letzten beiden Saisonrennen, dass er trotz der Titelchancen nicht taktisch, sondern voll auf Angriff fahren wird. "Was man von mir erwarten kann in Hockenheim ist eine Show", verspricht Preining. "Egal, ob ich um Platz zwölf oder ganz vorne fahre, ich werde meinen Kampfgeist zeigen. Ich will natürlich das bestmögliche Resutlat erzielen und werde mein bestes geben, um die Leute zu unterhalten."

Schwach angefangen, stark gesteigert

Dass Preining beim Saisonfinale den Titel gewinnen kann, hatte sich zu Saisonbeginn nicht abgezeichnet. Denn der 24-Jährige und das Bernhard-Team taten sich im neuen Umfeld DTM zunächst schwer. Bei den ersten sechs Saisonrennen fuhr Preining nur einmal in die Punkteränge, hatte aber vier Ausfälle zu verzeichnen.

Doch hängen ließen sich der Österreicher und seine Mannschaft auch in dieser schwierigen Zeit nicht. "Wenn alles gegen dich läuft, wie zu Saisonbeginn, dann ist es wichtig, dass man zusammenhält", sagt Preining. "Man gewinnt und verliert zusammen, aber wenn man gewinnt, fühlt es sich zusammen noch besser an. Aber in schwierigen Zeiten zeigt sich ein gutes Team."

Die Trendwende war dann das erste Rennen auf dem Norisring, bei dem Preining für den ersten Porsche-Sieg in der Geschichte der DTM sorgte. Seitdem verpasste der gebürtige Linzer nur noch bei einem Rennen die Punkteränge. Nach zwei dritten Plätzen in Spa war Preining am Red-Bull-Ring mit den Plätzen fünf und eins der erfolgreichste Fahrer des Wochenendes.

Konstanz als Schlüssel zum Erfolg

Und mit dem Erfolg kommt auch das nötige Quentchen Glück, wenn man auf die zurückgenommene Strafe aus dem Samstagsrennen blickt. Oder den hart geführten Zweikampf mit Mercedes-Pilot Arjun Maini am Sonntag, der ohne Folgen blieb.

"Wir haben unsere Stärken ausgespielt. Im Qualifying ist es nicht immer einfach für uns, aber die Renn-Pace unseres Autos scheint wirklich stark zu sein. Wir müssen unsere Karten richtig ausspielen", sagt Preining. "Das ist uns an diesem Wochenende gelungen und auch in Spa."

Und genau das sei der Schlüssel zum Erfolg. "Wir haben Konstanz gefunden, was in dieser Saison nicht immer der Fall war", so Preining. "Natürlich kann man sagen, dass wir ohne einen Fehler hier und da führen würden, aber letztlich stehen wir, wo wir stehen. Und damit können wir leben."

Denn noch kann der Österreicher seine erste DTM-Saison mit dem Titelgewinn krönen. Dass er dabei mehr als nur einen Rivalen bezwingen muss, stört Preining nicht. "Es ist schön, dass es einen Kampf um den Titel gibt. Wenn drei Rennen vor dem Ende alles entschieden ist, dann wäre das ziemlich langweilig. Je mehr Fahrer im Kampf mitmischen, umso besser."

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