Timo Glock kämpft um eine Vertragsverlängerung als Werksfahrer bei BMW. - Bildquelle: Motorsport ImagesTimo Glock kämpft um eine Vertragsverlängerung als Werksfahrer bei BMW. © Motorsport Images

München - Am Ende des Jahres 2021 läuft der Vertrag von Timo Glock bei BMW aus, doch der 39-Jährige möchte unbedingt weiterhin als Werksfahrer für die bayrische Marke an den Start gehen. Die Saison 2021 war sein bisher schlechtestes DTM-Jahr überhaupt, weshalb dem Rennfahrer aus Lindenfels die sportlichen Argumente fehlen. Mit dem BMW M4 GT3 möchte er das Ruder aber herumreißen.

BMW steckt noch im Feintuning seines neuen GT3-Boliden, der ab der Saison 2022 in den verschiedenen Meisterschaften den M6 GT3 ablösen wird. Glock hegt den Wunsch, das neue Auto als BMW-Werksfahrer in der DTM zu steuern, doch dafür muss sein Arbeitspapier erst einmal verlängert werden.

Mit seinen 39 Jahren gehört der Deutsche nicht mehr zu den jüngsten Fahrern im Feld und sportlich war das Jahr 2021 für den ehemaligen Formel-1-Fahrer ein Desaster.

Glock vom Pech verfolgt

"Ich will nicht sagen, dass ich happy darüber bin, aber wir hatten das Glück nicht auf unserer Seite", bewertet Glock die DTM-Saison 2021 gegenüber 'Ran.de'. "Und das Auto hat auch nicht ganz zu den Strecken gepasst. Es ist jetzt einfach in die Jahre gekommen und ist in seinem letzten Homologationszyklus."

"Der M4 GT3 kommt jetzt." Dazu kommt, dass Glock bis zum Rennen im Spielberg die innovative Space-Drive-Lenkung verwendet hat, die aufgrund der Schwierigkeiten dann ausgebaut wurde.

Das neue Auto soll den gewünschten sportlichen Erfolg zurückbringen, denn Glock sammelte im Jahr 2021 nur neun Punkte und landete damit auf Platz 17 der Gesamtwertung.

"Aber ich freue mich auf eine neue Herausforderung eventuell nächstes Jahr mit dem neuen M4 GT3, der wirklich sehr gut aussieht", sagt er. "Und meistens sind sehr schöne Autos auch sehr schnelle Autos." Damit sein Traum in Erfüllung geht, fehlt aber die Tinte unter einem neuen Vertrag.

Verhandlungen mit BMW laufen

Laut Glock stecken BMW und der 39-Jährige aber bereits in Verhandlungen für die kommende Saison. "BMW ist ganz klar meine Priorität", sagt der erfahrene DTM-Pilot, der sich seine Zukunft bei der deutschen Marke bereits ausmalt. "Und deswegen sitzen wir an einem Tisch und überlegen, was es an Möglichkeiten für die Zukunft gibt. Und ich bin gespannt. Natürlich würde es mich freuen, wenn ich den M4 GT3 auch in der DTM bewegen kann."

Glock ist seit der Saison 2013 Teil des Werkskaders von BMW und hat seit seinem Aus in der Königsklasse viele Erfolge mit dem Hersteller gefeiert. In 146 Starts fuhr er fünfmal zum Sieg und 15 Mal auf das Podium. Deshalb ist es realistisch, dass der Deutsche trotz der schwierigen Saison 2021 die nötige Unterstützung seitens BMW bekommen wird.

Da die Chance besteht, dass es zu keiner Vertragsverlängerung kommt, gäbe es aber auch "Gespräche mit anderen", wie Glock verrät.

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