London - Der Double-Header der Formel-E-Weltmeisterschaft in London (das 1. Rennen um 15:30 Uhr live auf ProSieben) wird wegweisend im Kampf um den Titel sein.

Am Samstag sicherte sich Lokalmatador Jake Dennis die Pole Position für das erste Rennen in der britischen Hauptstadt. Der Brite besiegte Stoffel Vandoorne im finalen Duell und schnappte sich damit die aussichtsreichste Startposition für das erste von zwei London-Rennen.

Die beiden Titelkandidat Mitch Evans und Edoardo Mortara schaffte es im Gruppen-Qualifying nicht in die Duellphase und mussten zusehen, wie der aktuelle Tabellenführer Vandoorne auf Platz zwei raste.

Lucas di Grassi rechnete mit einer Teilnahme an der Endrunde, jedoch wurden ihm alle Rundenzeiten gestrichen. Damit rückte Maximilian Günther in die nächste Runde, der neben Andre Lotterer zu den zwei Deutschen in den Duellen gehörte.

Gruppe 1: Drama um di Grassi

Elf Fahrer kämpften in der ersten Gruppe um den Einzug in die Qualifying-Endrunde für das Formel-E-Rennen in London. Nach zehn Minuten setzte sich Stoffel Vandoorne im Mercedes-Boliden in der letzten Runde an die Spitze, während Sergio Sette Camara im letzten Versuch auf Platz zwei fuhr. Nick Cassidy führte die Session lange an und wurde letztlich Dritter. Di Grassi schaffte es erst auf Platz vier, bekam dann seine Rundenzeiten jedoch aberkannt.

Grund war, dass der Brasilianer in der Qualifyingsession Evans aufgehalten haben soll, weshalb die Rennleitung durchgriff und alle Rundenzeiten des Venturi-Piloten strich - ganz zum Ärger von Venturi-Chefin Susie Wolff. Der Formel-E-Veteran stand ungläubig in der Box, als die Nachricht der Kommissare am Ende des Qualifyings der zweiten Gruppe durchgegeben wurde. Titelkandidat Evans schaffte es aus eigener Kraft nicht ins Eliminationsverfahren.

Profiteur war Günther, der damit eine Runde weiterkam. Der Deutsche war mit Platz fünf im Qualifying schon zufrieden, durfte dann aber doch noch an der Endrunde teilnehmen. Pascal Wehrlein musste vorzeitig die Segel streichen. Porsche wollte den ehemaligen Formel-1-Piloten Wehrlein noch einmal für eine Verbesserung auf die Strecke schicken, verpasste aber eine Chance auf eine schnelle Runde, da die Zeit bereits abgelaufen war.

Gruppe 2: Lotterer kommt weiter, Mortara raus

Vandoorne sah auch in Gruppe zwei einen Titelkandidaten in Problemen: Mortara verpasste den Einzug in die Duelle und wird deshalb nur von Platz neun starten. Gleiches gilt für Jean-Eric Vergne und Antonio Felix da Costa, die beide in Gruppe zwei nicht in die Top 4 fuhren. Damit standen die Eins-gegen-Eins-Zeitfahrten fest.

Jake Dennis bestätigte im Andretti-Boliden seine Form aus dem Freien Training und toppte das Klassement der zweiten Gruppe. Der aktuelle Champion Nyck de Vries, Oliver Askew und der Deutsche Andre Lotterer kamen eine Runde weiter. Letzterer musste es im ersten Duell mit dem Gesamtführenden Vandoorne aufnehmen.

Viertelfinale: Vandoorne gibt Vollgas

Im ersten Duell trafen Lotterer aus Duisburg und Vandoorne aus Belgien aufeinander. Obwohl der Porsche-Pilot keine schlechte Runde fuhr, schaffte es der aktuelle Tabellenführer im Mercedes eine Runde weiter. Damit wird Lotterer von Platz acht ins Rennen starten, während Vandoorne seine Chance auf die Poleposition am Leben hielt.

Danach kamen Askew und Sette Camara auf die Strecke. Mit einer 1:13.330 kam Sette Camara eine Runde weiter. Die Rundenzeit des Brasilianers war sogar besser als die von Vandoorne zuvor. Im Duell zwischen Cassidy und de Vries gab es einen klaren Sieger: Der Mercedes-Pilot, der vergangenes Jahr die Formel-E-Weltmeisterschaft gewonnen hat, war deutlich schneller als sein Konkurrent.

Günther traf nach seinem überraschenden Weiterkommen auf Dennis: Der Deutsche, der in der Saison 2019/20 in Santiago zum jüngsten Formel-E-Sieger aller Zeiten gekürt wurde, hatte gegen den Lokalmatadoren keine Chance, sicherte sich aber dennoch einen soliden sechs. Platz in der Startaufstellung für das London-Rennen.

Halbfinale und Finale: Lokalmatador Dennis auf der Pole

Vandoorne besiegte Sette Camaro um rund drei Zehntel und platzierte somit seinen Mercedes-Boliden im Finale des Qualifyings. Im zweiten Duell setzte sich Dennis hautdünn gegen de Vries durch, weshalb es nicht zu einem reinen Mercedes-Finale kam. Beim Andretti-Piloten, der im Freien Training schon aufgeigte, war die Freude groß.

Im Finale brannte Dennis wie schon in den Sessions zuvor ein echtes Feuerwerk ab. Der Brite besiegte vor seinem Heimpublikum den aktuellen Spitzenreiter Vandoorne und sicherte sich damit die zweite Poleposition seiner Karriere. Er war 0,137 Sekunden schneller als der Belgier.

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