Robin Frijns beim ersten Freien Training in Mexiko-Stadt - Bildquelle: Motorsport ImagesRobin Frijns beim ersten Freien Training in Mexiko-Stadt © Motorsport Images

Abt wird bei der Rückkehr in die Formel E nicht von Beginn an um vordere Platzierungen kämpfen können. Darüber sind sich Teamführung und Pilot Robin Frijns vor dem E-Prix von Mexiko-Stadt am heutigen Samstag einig.

Auf die Frage der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com', ob sein Team in Mexiko konkurrenzfähig sein wird, antwortet Frijns mit einem klaren "Nein". Grund dafür sei vor allem eine Verzögerung bei der Entwicklung der Software, die das Gen3-Auto mit Mahindra-Antrieb steuert.

"Wir bekommen alles von Mahindra, von ZF und wir sind einfach noch nicht so weit, um konkurrenzfähig zu sein", erklärt Frijns. "Die Hardware wird schon in Ordnung sein. Ich denke, die Effizienz wird in Ordnung sein, aber wir haben einfach nicht die Software, um es reibungslos zu betreiben."

In diesem Bereich hinke das Team nach Einschätzung von Teamchef Thomas Biermaier der Konkurrenz um "sechs bis acht Wochen" hinterher. Und somit seien in Mexiko keine starken Ergebnisse von Abt zu erwarten. "In der Formel E dreht sich alles um Software; wenn man die Software und die Steuerung nicht hat, kann man das beste Auto im Feld haben, aber man wird nicht konkurrenzfähig sein", sagt Frijns.

Das Ergebnis des ersten Freien Trainings vom Freitagabend scheint diese Einschätzung zu stützen. Mit einem Rückstand von rund 1,8 Sekunden auf die Spitze belegten Nico Müller und Frijns im Feld der 22 Fahrer die Ränge 20 und 21.

Der Niederländer erwartet dabei, dass sich der Rückstand vor allem über die Renndistanz bemerkbar machen wird. "Wir können im Quali sicher eine gute Runde fahren; dann sind wir vielleicht auf Platz fünf oder sechs. Aber im Rennen werden wir zu kämpfen haben, weil die Dinge, die wir für die Rennsoftware brauchen, einfach noch nicht funktionieren."

Frijns ist aber überzeugt davon, dass die erfahrene Abt-Mannschaft den Rückstand im Laufe des Frühjahrs aufholen kann. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Team, denn ich kenne die Jungs - ich habe mit ihnen schon in der DTM zusammengearbeitet, und es sind zu 90 Prozent die gleichen Jungs", so der Niederländer. "Es herrscht also eine sehr gute Atmosphäre, nur die Zeit fehlt uns noch."