Die Formel E fährt in Berlin in beide Richtungen - Bildquelle: Motorsport ImagesDie Formel E fährt in Berlin in beide Richtungen © Motorsport Images

Das Formel-E-Doppelevent in Berlin hat seit der Corona-Saison 2019/20 ein Alleinstellungsmerkmal: Man nutzt auf dem weitläufigen Gelände des Flughafens Tempelhof ein Streckenlayout, das für beide Fahrtrichtungen anwendbar ist. Eine Herausforderung, die NIO-333-Pilot Daniel Ticktum gerne öfter hätte.

Gegenüber der internationalen Edition von 'Motorsport.com' sagt er: "Es ist ziemlich cool. Es ist immer eins der Dinge, über die wir im Team scherzen, wenn wir die Formeln durchgehen, wie zum Beispiel: 'Stell dir vor, wir würden rückwärts fahren'. Dass wir es nun tatsächlich tun, ist ziemlich cool, um ehrlich zu sein."

"Es ist eine gute Möglichkeit, die Veranstaltung aufzulockern. Man sollte es öfter machen, um fair zu sein." Und auch für ihn als Neuling ist dafür nur wenig Anpassung erforderlich: "Es ist natürlich keine komplett neue Strecke, aber sie ändert sich komplett. Also ja, es ist ziemlich cool. Als Rookie braucht man einfach ein bisschen mehr Vorbereitung, aber das war's auch schon."

In diesem Jahr fährt die Formel E in der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland wieder auf einem 2,355 Kilometer langen Kurs mit insgesamt zehn Kurven. Während die Strecke am Samstag gegen den Uhrzeigersinn befahren wird, wird am Sonntag im Uhrzeigersinn gefahren.

Die Activation-Zone für den Attack-Mode befindet sich in einer engen Kurve am nordöstlichen Ende der Strecke. Im Uhrzeigersinn befahren handelt es sich dabei um Kurve 5, in der entgegengesetzten Fahrtrichtung ist es Kurve 6. Der Rundenrekord liegt bei 1:08.305 Minuten, aufgestellt im Vorjahr durch den damaligen Audi-Piloten Lucas di Grassi.

Zum ersten Mal setzte die Formel E im Jahr 2020 auf das sogenannte "Nilreb"-Streckenlayout. Damals wurden auf dem Berliner Flughafen Tempelhof die letzten sechs Saisonläufe ausgetragen. Das Experiment glückte und wurde für die kommenden Jahre übernommen. 2021 fungierte der Double-Header in Berlin wieder als Saisonfinale.

Mercedes-Pilot Nyck de Vries holte sich dabei den ersten offiziellen Formel-E-WM-Titel. Die beiden Rennen gewannen Lucas di Grassi für Audi und Norman Nato für Venturi.