Monaco - Anstatt mindestens ein Podium und ein weiteres Punkteresultat zu feiern zu können, ist beim Formel-E-Team von Porsche nach dem E-Prix von Monaco Wunden lecken angesagt.

Innerhalb weniger Minuten schieden am Samstag beim sechsten Rennen der Saison sowohl Pascal Wehrlein als auch Andre Lotterer aus, sodass die Mannschaft mit leeren Händen die Heimreise antreten musste.

"Das ist ein bitterer Tag für das ganze Team", gibt Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E bei Porsche, unumwunden zu. Vor allem der Ausfall von Wehrlein wiegt für Porsche schwer, denn er lag zu diesem Zeitpunkt in Führung und hatte gute Chancen, um den Sieg beim prestigeträchtigen Rennen zu kämpfen.

Doch in Runde 17 wurde sein Auto nach der Haarnadelkurve plötzlich langsamer. "Ich habe den Vortrieb verloren und auch der Funk fiel aus. Das Auto hat sich einfach ausgeschaltet", sagt Wehrlein, der letztlich am Ende des Tunnels stehenblieb, was eine Full-Course-Yellow-Phase nach sich zog.

Ursache für Wehrleins Ausfall noch unklar

"Das ganze Rennen lief nach Plan, es sah wirklich gut aus. Ich habe das Rennen angeführt, fühlte mich stark und ja... Was soll ich noch sagen?", so ein enttäuschter Wehrlein, der damit die Chance auf seinen zweiten Saisonsieg verpasste. Die Ursache für den Ausfall von Wehrlein hatte Porsche bis zum Samstagabend noch nicht analysiert.

Kurz nachdem sein Auto von der Strecke geschoben und das Rennen wieder freigegeben war, schied dann auch Lotterer aus. Der gebürtiger Duisburger wurde in der Sainte-Devote-Kurve von Mahindra-Pilot Oliver Rowland torperdiert, schlug in die Streckenbegrenzung ein und musste aufgeben.

"Ich sah, dass es Rowland innen sehr spät versuchte und habe ihm Platz gelassen, um eine Kollision zu vermeiden", erklärt Lotterer. "Er war aber zu schnell, ist über den Randstein gefahren, hat dabei das Heck verloren, meine Front berührt und mich in die Bande geschickt. Ich konnte nichts machen."

Lotterer verletzt sich beim Einschlag an der Hand

Lotterer zog sich beim Einschlag in die Streckenbegrenzung eine Prellung der linken Hand zu. Rowland wurde von den Sportkommissaren als Verursacher des Unfalls angesehen und wird beim nächsten Rennen der Formel E am 14. Mai in Berlin in der Startaufstellung um drei Plätze nach hinten versetzt.

Trotz der bitteren Nullnummer in Monaco sieht Projektleiter Modlinger aber auch Positives. "Die Fahrer und das Team haben mit einem starken Qualifying und einem vielversprechenden Rennstart gute Arbeit geleistet. Wir waren in dieser Saison auf allen Strecken konkurrenzfähig", hält er fest. "In Berlin werden wir versuchen, noch stärker zurückzukommen und die Punkte zu holen, die wir in Monaco trotz einer starken Leistung verloren haben."

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