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München/Monaco - Was für ein irrer Krimi in Monaco! Antonio Felix da Costa hat sich in den letzten Kurven des siebten Saisonrennens der Formel E seinen ersten Sieg in diesem Jahr gesichert.

Auf Platz zwei liegend setzte der Portugiese in seinem DS Techeetah zum entscheidenden Überholmanöver an. 

Er verwies im spannenden Finish eines unterhaltsamen Rennens Virgin-Pilot Robin Frijns auf Platz zwei. Dritter wurde Mitch Evans im Jaguar, der in der Schlussphase lange geführt hatte.

"Gute Punkte" für Günther

Vierter wurde da Costas Teamkollege Jean-Eric Vergne, Fünfter Maximilian Günther, der sich im BMW lange Hoffnungen auf einen Podiumsplatz machen konnte. "Es sah ganz gut aus, es war ein riesiger Kampf, es hat mega Spaß gemacht. Leider war es kein Podium, dafür aber gute Punkte", sagte Günther.

Die Gesamtwertung wurde mal wieder auf den Kopf gestellt, denn das Mercedes-Duo Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne, das vor dem Rennen in Monaco vorne lag, schied aus und ging nach einem Tag zum Vergessen leer aus. Frijns nutzt die Gunst der Stunde und schob sich mit 62 Punkten an die Spitze vor de Vries (57).

Evans liegt mit 54 Zählern auf Rang drei vor da Costa, der bei 52 Punkten steht. Bester Deutscher bleibt Rene Rast (Audi), der aufgrund seines Nullers mit seinen 39 Punkten aber nur noch Achter ist.

Crash von Rast

Denn für Rast war es ein enttäuschender Nachmittag: Der DTM-Champion hatte sich nach Startplatz zehn auf Rang acht vorgearbeitet, schied aber aus, nachdem er bei einem Überholmanöver in Kurve eins in die Leitplanke einschlug.

Porsche-Mann Andre Lotterer konnte nach einem schwachen Qualifying auf der Strecke zunächst ein wenig Wiedergutmachung betreiben, er fuhr von Startplatz 19 aus auf Platz neun. Bitter: Er bekam nachträglich eine Strafe aufgerummt und fiel dadurch auf Platz 17 zurück.

Lotterers Teamkollege Pascal Wehrlein hatte sich als Achter im Qualifying eine gute Ausgangsposition erarbeitet, fiel aber in der Startphase nach einem Crash in der Haarnadelkurve zurück und aus den Punkten. In der Schlussphase fiel der DTM-Champion von 2015 schließlich komplett aus.

Start verläuft gesittet ab

Auch wenn es auf der legendären Strecke in Fürstentum eng zugeht, verlief der Start vergleichsweise gesittet ab. An der Spitze hielt da Costa die Führung vor Frijns, Günther verteidigte Platz fünf. 

Dafür verlor Wehrlein nach einem Unfall wegen eines Rückstaus im hinteren Mittelfeld in der Haarnadelkurve einige Plätze, er fiel von Rang acht auf Platz 15 zurück. Rast verbesserte sich auf Platz neun, Lotterer auf Rang 16.

Frijns zeigte sich von Anfang an angriffslustig hinter da Costa und nutzte die Chance zum Überholmanöver bereits in der dritten Runde.

Rund eine halbe Stunde vor dem Ende sorgte die erste Attack-Mode-Phase für sehenswerte Duelle in der Spitzengruppe: Da Costa profitierte zum Beispiel von einem Zweikampf zwischen Vergne und Evans, auch Günther schlüpfte durch. Frijns eroberte nach einem Führungswechsel die Spitze zurück vor da Costa, Günther lag dahinter.

Es blieb abwechslungsreich, vorne ging es rund. Da Costa ging 15 Minuten vor dem Ende dank Fanboost an Frijns vorbei, ehe aber Evans innerhalb von wenigen Metern erst Frijns und dann da Costa überholte. 

Pech für Rast: Der Audi-Pilot schied kurze Zeit später nach einer Kollision mit den Leitplanken aus – das Safety Car rückte heraus. Sechs Minuten vor Schluss wurde das Rennen wieder freigegeben, rechtzeitig für die irre Schlussphase, in der sich da Costa auf den letzten Metern den Sieg noch sicherte, auch weil Evans Energie sparen musste.

Formel E reist nach Mexiko

Nach dem siebten Saisonrennen geht es im Juni weiter. Dann steht wieder ein Double Header auf dem Programm: In Puebla, Mexiko werden am 19. und 20. Juni die Rennen acht und neun ausgetragen.

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